RWE
- Michael Herrmann - Redakteur

RWE: Lohnender Abschied

Der Energieriese RWE befindet sich mitten in einem massiven Umbruch. Hierbei soll unter anderem die tschechische Gasnetztochter net4gas verkauft werden. Der Verkauf stößt offenbar auf reges Interesse und dürfte dem DAX-Konzern einen Milliardenbetrag in die Kassen spülen.

Am 27. Juli endet die Angebotsfrist für den geplanten Verkauf von RWEs tschechischer Gasnetztochter net4gas. Einem Bericht von Dow Jones zufolge, stößt der Verkauf auf reges Interesse. Wie eine mit den Vorgängen vertraute Person der Finanz-Nachrichtenagentur sagte, dürften bis zum Ende der Angebotsfrist eine Reihe von Interessenten ein Angebot für net4gas abgeben.

1,4 Milliarden Euro für RWE

Unter den Interessenten sollen dem Bericht zufolge der staatliche polnische Pipelinebetreiber Gaz-System sowie die tschechische Energeticky a Prumyslovy Holding (EPH) sein. Doch auch die Infrastrukturfonds großer Finanzhäuser wie etwa der Allianz oder Macquarie dürften einen Blick net4gas werfen. RWE dürfte das Interesse freuen. Experten erwarten, dass der deutsche Energieriese durch den Verkauf rund 1,4 Milliarden Euro kassiert.

Nur zweite Wahl

Mit dem Verkauf von net4gas würde RWE dem Ziel bis 2014 Unternehmensteile im Wert von sieben Milliarden Euro ein gutes Stück näher kommen. Ein Ausstieg wäre darüber hinaus sinnvoll, da  sich die Attraktivität des tschechischen Gasnetzes durch die neue Ostseepipeline Nord Stream verringert hat. Trotz der Fortschritte bleibt E.on die erste Wahl unter den deutschen Versorgern, da sich der deutsche Branchenprimus noch konsequenter fit für die Energiewende macht. Während E.on weiterhin ein Kauf ist, bleibt RWE eine Halteposition.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Powered by DAF

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Absturz der RWE-Aktie: Das nächste Fiasko

Die Krise bei RWE hat sich erneut verschärft. Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern hat im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Trotz des freundlichen Marktumfelds ist die Aktie entsprechend stark unter Druck geraten. Wieder einmal tragen die RWE-Papiere die rote … mehr
| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

RWE: Radikalumbau beschlossen

Der zweitgrößte deutsche Energieversorger RWE stemmt sich mit einem radikalen Konzernumbau gegen den eigenen Absturz. Der Aufsichtsrat billigte am Montag entsprechende Pläne von Vorstandschef Peter Terium. Die Anleger reagieren zurückhaltend. mehr