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RWE: Kommunale Aktionäre erwarten Dividendenkürzung

Die Stadtwerke Dortmund, der größte kommunale Aktionär von RWE, stellt sich auf eine Kürzung der Dividende beim zweitgrößten deutschen Energieversorger ein. Der Versorger-Titel reagiert am Montag allerdings kaum auf die Meldung – zwischenzeitlich gehört die Aktie sogar zu den größten Gewinnern im DAX.

"Wir haben im Wirtschaftsplan der Stadtwerke 85 Cent als RWE-Dividende veranschlagt" sagte Guntram Pehlke, Chef der Dortmunder Stadtwerke, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Damit schraubt der größte kommunale RWE-Aktionär die Erwartungen nun doch zurück. Anfang September hatte Pehlke noch auf eine unveränderte Ausschüttung von einem Euro je Aktie gepocht.

Zuvor hatten sich die Städte Essen und Duisburg bereits pessimistisch zur Dividendenentwicklung geäußert. Grund ist die neue Dividendenpolitik, die RWE Ende 2014 bekanntgegeben hat. Künftig soll sich die Höhe der Ausschüttung nicht mehr nur am Nettogewinn orientieren, sondern auch Verschuldungsgrad und Investitionsvorhaben berücksichtigen.

Zahlen in dieser Woche

Der kriselnde Energieversorger hat seit Jahren mit rückläufigen Gewinnen zu kämpfen. Vor allem die konventionelle Energiegewinnung entwickelt sich im Zuge der Energiewende mehr und mehr zum Verlustgeschäft. Der Zwischenbericht für das dritte Quartal, den RWE am kommenden Donnerstag (12. November) vorlegt, wird Aufschluss geben, wie es um den Energieriesen bestellt ist. Große Sprünge erwarten die Analysten allerdings nicht.

Aktie meiden

Die Aktionäre reagieren am Montag kaum auf die gesenkte Dividendenerwartung der kommunalen Anteilseigner – im Gegenteil: Die Aktie gehört zwischenzeitlich zu den Top-Gewinnern im DAX. Allerdings würde erst der Sprung über die Marke von 14 Euro zumindest das Chartbild deutlich aufhellen. Trotzdem sollten sich die Anleger nicht verleiten lassen und den Versorger-Titel weiterhin meiden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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