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- Nikolas Kessler - Redakteur

RWE: Kepler stuft hoch – Aktie klettert an DAX-Spitze

Die Analysten von Kepler Cheuvreux haben ihre Verkaufsempfehlung für die RWE-Aktie gestrichen und ihr dadurch kräftigen Rückenwind verliehen. Mit einem Kursplus von zwischenzeitlich mehr als fünf Prozent gehört der Versorger-Titel am Dienstagvormittag zu den Favoriten im DAX.

Analyst Ingo Becker hat den Versorger-Titel von der Liste der am negativsten eingeschätzten Branchenwerte gestrichen. Nach der schwachen Entwicklung sieht der Experte die Zeit für eine Atempause gekommen. Seine Einstufung für RWE hat er von „Reduce“ auf „Hold“ angehoben.

Folgt der Short-Squeeze?

Das kräftige Kursplus könnte derweil zu einem sogenannten Short-Squeeze führen. Anleger, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt haben, sehen sich gezwungen, die Short-Positionen glattzustellen. Das wiederum würde den Kurs der RWE-Aktie weiter antreiben.

Der Energiekonzern steckt seit Jahren in der Krise. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert der Aaktie mehr als halbiert. In der abgelaufenen Handelswoche hatte die Nachricht vom Rauswurf aus dem Euro Stoxx 50 und Spekulationen über eine erneute Kürzung der Dividende für negative Stimmung bei den Anlegern gesorgt und die Aktie auf ein Rekordtief abrutschen lassen.

Aktie meiden!

Ob und wann der geplante Konzernumbau die erhoffte Rettung bringen wird, ist derzeit völlig offen. Auch das negative Chartbild spricht derzeit gegen ein Engagement bei RWE. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Empfehlung, die Aktie zu meiden.

(Mit Material von dpa-AFX)


Aktueller denn je: Das Ende des Euro

Das Ende des Euro

Autor: Saint-Étienne, Christian
ISBN: 9783942888998
Seiten: 160
Erscheinungsdatum: 09.01.2012
Verlag: Börsenbuchverlga
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und eBook verfügbar

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Der Euro sollte die Entwicklung der EU zum einheitlichen Wirtschaftsraum befördern, ist jedoch aufgrund von konzeptionellen Fehlern gescheitert. Christian Saint-Étienne weist nach, dass sich die Eurozone nicht besser entwickelt hat als der Rest Europas oder des Westens und dass der Euro die Einheitlichkeit nur suggeriert, weil es an gemeinsamen Strukturen fehlt und jeder Staat seine eigenen Ziele verfolgt – dabei bleibt harte, fundierte Kritik an der Politik Deutschlands (und Frankreichs) nicht aus.

Saint-Étienne fasst drei Möglichkeiten für die ­Bewältigung der Krise ins Auge:

Föderalisierung der Wirtschafts-, Währungs- und Steuerpolitik – Schaffung einer „echten Eurozone“.
Fortsetzung der „Heftpflaster“-Politik, ein Rettungspaket nach dem anderen.
Das Zerbrechen des Euro nach dem Scheitern von 2., entweder „apokalyptisch“ oder „geordnet“, in Form zweier Euro-Währungen mit eigenen Zen­tralbanken in Frankfurt und Paris.

Auf den letzten zehn Seiten liefert Saint-Étienne Vorschläge für das Vorgehen Frankreichs angesichts des drohenden Endes des Euro – auch für deutsche Leser hochinteressant.

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