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RWE: Die Probleme der Energiewende

Die Bedeutung der klassischen Kraftwerke hat in den vergangenen Jahren deutlich nachgelassen. Über 30 Prozent des Stromverbrauchs decken die Erneuerbaren Energien bereits ab. Bei der Einspeisung haben diese per Gesetz Vorrang. Aufgrund der jüngsten Ereignisse fordert RWE jetzt jedoch eine Reform des Marktes.

Im Januar haben ein bewölkter Himmel und Windstille der Energiewende eine weitgehende Pause verordnet. Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke mussten den Engpass beheben und liefen zwischenzeitlich auf Hochtouren. Das zeigt, dass die traditionellen Versorger als Back-up für die Stromversorgung nach wie vor eine wichtige Rolle spielen. Wenn Heizung und Verkehr verstärkt auf Elektrizität umgestellt werden, wird der Verbrauch sogar weiter steigen.

Für die Versorger wie RWE wird es allerdings immer problematischer, die Kohle- und Gasanlagen profitabel laufen zu lassen. Das hohe Angebot an Erneuerbaren Energien lässt vor allem im Sommer kaum Platz für die konventionellen Kraftwerke. „Auf Dauer lässt sich so keine Geld verdienen“, klagt RWE-Manager Matthias Hartung gegenüber dem Handelsblatt. Die Situation werde immer schwieriger. Er fordert deshalb eine Reform des Marktes. In Großbritannien beispielsweise bekommen die Betreiber in einem sogenannten Kapazitätsmarkt allein für Bereithalten der Reserven eine Vergütung.

Viele offene Fragen

Ein Kapazitätsmarkt wäre für RWE eine gute Nachricht. Bislang lehnt die Bundesregierung ein solches System aber ab. In der aktuellen Situation muss der Konzern erst beweisen, dass nachhaltig Geld verdient werden kann. Spannend bleibt in der deutschen Versorgerbranche vor allem die zunehmend aufkochende Übernahmefantasie. DER AKTIONÄR hat sich in der aktuellen Ausgabe mit den verschiedenen Szenarien beschäftigt. Welche Aktien jetzt interessant sind, können Sie bequem hier lesen.

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