RWE
- Stefan Limmer - Redakteur

RWE: Die nächste Abstufung

Die RWE-Aktie konnte von der positiven Gesamtmarktstimmung der vergangenen Monate überhaupt nicht profitieren. Seit Monaten ist die Aktie in einem Seitwärtstrend gefangen. Nun belastet auch noch ein negativer Analystenkommentar.

Die Privatbank Berenberg hat RWE von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 24 auf 19 Euro gesenkt. Die derzeitigen politischen Überlegungen für eine Steuer auf Braunkohle-Kraftwerke könnten die Gewinne des Energiekonzerns deutlich belasten, schrieb Analyst Lawson Steele in einer Studie vom Freitag. Dazu kämen die Auswirkungen der Brennelementesteuer, falls die juristische Auseinandersetzung darum zugunsten der Bundesregierung ausgehe. Seine Schätzungen lägen deutlich unter den Konsensprognosen.

Das Unternehmen versucht derweil mit einem weiteren Sparprogramm der Krise entgegenzusteuern. Vor allem in der Verwaltung sei mit weiteren Einschnitten zu rechnen, außerdem sollen ganze Aufgaben komplett wegfallen. Die geplanten Einsparungen bis zum Jahr 2017 wurden um weitere 500 Millionen Euro auf zwei Milliarden Euro erhöht.

Finger weg!

Ob die Trendwende bei RWE klappt steht in den Sternen. Um für die Zeit nach der Energiewende gewappnet zu sein, dürften außerdem nur Kosteneinsparungen bei weitem nicht ausreichen. Anleger sollten daher das Papier meiden. Zudem ist es klar bearish zu werten, dass die Aktie nicht vom positiven Marktumfeld der letzten Monate profitieren konnte.

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE-Aktie: Schock für Anleger

Bereits im vergangenen Jahr ist beim Versorger RWE die Dividende ausgefallen. Nun wurde bekannt, dass die ehemalige Gewinnmaschine erneut nichts ausschüttet. Vor allem die wichtigen kommunalen Aktionäre in Nordrhein-Westfalen dürften davon nicht begeistert sein. Die jahrelang verlässliche Dividende … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Vier Probleme!

Seit dem Börsengang der Tochter Innogy verbleibt bei RWE lediglich das konventionelle Energiegeschäft. Der DAX-Konzern muss nun beweisen, dass mit den alten Kraftwerken und der 77-Prozent-Beteiligung an der grünen Tochter ein zukunftsfähiges Modell entstanden ist. Vier Probleme müssen gelöst werden. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Die Probleme der Energiewende

Die Bedeutung der klassischen Kraftwerke hat in den vergangenen Jahren deutlich nachgelassen. Über 30 Prozent des Stromverbrauchs decken die Erneuerbaren Energien bereits ab. Bei der Einspeisung haben diese per Gesetz Vorrang. Aufgrund der jüngsten Ereignisse fordert RWE jetzt jedoch eine Reform … mehr