RWE
- Maximilian Völkl

RWE: Der Umbau geht weiter

Im schwachen Marktumfeld zählt die Aktie von RWE am Mittwoch zu den stärkeren Werten im DAX. Der Versorger prüft laut eigenen Angaben den Verkauf eines Braunkohlekraftwerks in Ungarn. Dies zeigt einmal mehr, dass der Wandel in der Energiebranche noch lange nicht abgeschlossen ist.

Matrai Erömü ist der zweitgrößte Stromproduzent in Ungarn und gehört zu 50,9 Prozent RWE. „Wir prüfen alle strategischen Optionen. Dazu gehört auch ein Verkauf“, erklärte eine RWE-Sprecherin nun zu den Plänen für das Kraftwerk. Positiv: Auch EnBW, dass ebenfalls an der Anlage beteiligt ist, zeigte sich offen für Gespräche. Zuletzt hatte Matrai Erömü einen Umsatz von rund 316 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 33,4 Millionen Euro erzielt.

Aufgrund der Milliardenverluste zuletzt könnte RWE die Einnahmen aus einem Verkauf gut brauchen. Als mögliche Interessenten gelten der tschechische Versorger EPH, der im vergangenen Jahr bereits die deutschen Braunkohleaktivitäten von Vattenfall gekauft hatte, und der ungarische Staatskonzern MVM. Laut ungarischen Zeitungen könnten Angebote in zwei Monaten eingereicht werden.

Offene Zukunft

Frisches Geld aus dem Verkauf der Ungarn-Aktivitäten würde RWE gut tun. Der Konzern ist finanziell abhängig von den Dividenden der Tochter Innogy, will aber gleichzeitig bei interessanten Angeboten auch als Zukäufer tätig werden. Ob der Fokus auf die konventionellen Kraftwerke zukunftsfähig ist, bleibt jedoch offen. Die RWE-Aktie ist weiter hochspekulativ. Mehr Sicherheit bietet die Tochter Innogy mit einer attraktiven Dividendenrendite von 4,5 Prozent.

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