RWE
- Maximilian Völkl

RWE: Das war’s – Aktie mit neuem Verkaufssignal

Es war ein kurzes Intermezzo. Nach den überraschend starken Zahlen zum ersten Quartal war die RWE-Aktie in der vergangenen Woche deutlich nach oben geklettert. Inzwischen ist beim kriselnden Energieversorger aber wieder Ernüchterung eingekehrt. Das Chartbild bleibt angeschlagen und der Streit um den Atomausstieg hält den DAX-Titel nach wie vor in Atem.

Finanzvorstand Bernhard Günther hat zwar zuletzt noch einmal betont, dass die Vorschläge der Atomkommission nicht akzeptabel seien. Allerdings hat der Branchenführer E.on inzwischen eine positive Haltung angedeutet. Die beiden kleineren Atomkonzerne EnBW und Vattenfall sollen ähnlich denken. Obwohl RWE laut Günther auch alleine Widerstand leisten würde, wäre ein Einknicken der Wettbewerber kein gutes Zeichen für die Verhandlungen.

Ein teurer Atom-Kompromiss dürfte die RWE-Aktie weiter belasten. Dabei ist das Chartbild ohnehin angeschlagen. Nach der rapiden Talfahrt 2015 pendelt der Titel seit September in einem breiten Seitwärtskorridor zwischen zehn und 14 Euro. Der Weg zeigt zuletzt allerdings eher wieder in Richtung der unteren Begrenzung. Zudem wurde die 200-Tage-Linie wieder nach unten durchkreuzt.

Finger weg

DER AKTIONÄR hatte bereits nach den starken Zahlen gewarnt. Bei RWE ist die Lage weiterhin kritisch. Die niedrigen Strompreise und der weiterhin unsichere Atomausstieg drücken auf die Stimmung. Die geplante Aufspaltung kann ebenfalls keinen Erfolg garantieren. Anleger bleiben deshalb an der Seitenlinie.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Diese Erholung macht Sinn - die Hintergründe!

Am gestrigen Mittwoch ist die RWE-Aktie deutlich unter Druck geraten. Heute zählt der Versorger dagegen trotz der polizeilichen Räumung des Hambacher Forsts zu den stärksten Werten im DAX. Das ist auch berechtigt, denn gestern wurde der Titel lediglich in Sippenhaft genommen. DER AKTIONÄR erklärt, … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Das klingt spannend

Nach den Rekordverlusten 2016 waren die Bilanzen der deutschen Versorger deutlich angeschlagen. Dank der Abspaltungen von Uniper und Innogy und einer starken operativen Entwicklung hat sich die Situation für E.on und RWE inzwischen aber deutlich verbessert. Auch Investitionen scheinen wieder … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Hier liegt die Zukunft

Deutschland besitzt bislang kein eigenes Terminal für verflüssigtes Erdgas (kurz LNG). Das sorgt vor allem von Seiten der USA für Kritik, die die hohe Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen monieren. Dank RWE könnte sich das aber bald ändern. mehr