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- Maximilian Völkl

RWE: Das steckt hinter den Uniper-Gerüchten

Die Versorgerbranche befindet sich nach wie vor im Wandel. Die Energiewende läuft auf Hochtouren und der europäische Markt steht vor einer Konsolidierung. Die Uniper-Übernahme durch Fortum ist der erste Schritt. Direkt betroffen ist davon auch RWE. Zukäufe könnten Sinn machen.

Da die Kohle- und Gaskraftwerke von Uniper nicht zu Fortum passen, könnten diese tatsächlich zum Verkauf stehen. Bei RWE würden diese Aktivitäten exakt ins Profil passen. Der Konzern positioniert sich in Zeiten der Energiewende als Garant für Versorgungssicherheit. Die erneuerbaren Energien gewinnen zwar zunehmend an Bedeutung, können den Bedarf aber auch auf längere Sicht noch nicht komplett decken – vor allem besteht auch das Risiko von wind- oder sonnenarmen Tagen.

RWE nimmt selbst zwar seine schmutzigsten Kraftwerke vom Netz. Diese sollen aber bewusst durch Zukäufe ersetzt werden – hier würden sich die Uniper-Kraftwerke perfekt anbieten. „Es gibt ja andere Marktteilnehmer, die sich aus der konventionellen Stromerzeugung zurückziehen“, so Konzernchef Rolf Martin Schmitz. So will sich beispielsweise auch der Wettbewerber EnBW auf die Energiewende konzentrieren und könnte Kohlekraftwerke zum Verkauf stellen.

Überzeugende Entwicklung

Durch die Energiewende könnte RWE beim Zukauf von konventionellen Kraftwerken relativ günstig zum Zuge kommen. Ein Deal mit Fortum dürfte für beide Seiten Sinn ergeben – auch wenn sich Uniper noch gegen eine Zerschlagung wehrt. Die Aussicht auf steigende Strompreise und die Hoffnung auf die Einführung eines Kapazitätsmarktes treiben die RWE-Aktie weiter an. Versorgungssicherheit wird langfristig eine wichtige Rolle spielen. Anleger setzen weiter auf steigende Kurse.

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