RWE
- Maximilian Völkl

RWE: Darum ist die Aktie jetzt besser als E.on

Die Versorger haben nach jahrelanger Talfahrt die Trendwende geschafft. Sowohl E.on als auch RWE haben sich vom Kursverlauf stabilisiert, die Bilanzen wieder aufgebessert und mit dem zweiten radikalen Umbau in kurzer Zeit die Basis für die Zukunft gelegt. Doch auf welche Aktie sollten Anleger derzeit setzen?

Klar ist, dass sich die Erzrivalen künftig nicht mehr so vergleichen lassen wie einst, denn RWE wird sich nach dem Innogy-Deal auf die Stromerzeugung fokussieren – E.on konzentriert sich auf Netze und Kundendienstleistungen. In den vergangenen Monaten war klar, E.on ist für konservative Anleger die bessere Wahl, da weniger Risiken bestehen. Doch nach den Vorschlägen der Kohlekommission sind die Aussichten für RWE inzwischen klarer.

So winken milliardenschwere Entschädigungen für den Kohleausstieg. Gleichzeitigt dürfte der Konzern künftig mehr Geld mit Gaskraftwerken verdienen und von steigenden Strompreisen profitieren. Dank der Rückbesinnung auf erneuerbare Energien hat RWE zudem wieder ein zukunftsträchtiges Geschäft im Portfolio. Für Goldman Sachs zählt die Aktie sogar zu den Top Picks, sie steht auf der viel beachteten „Conviction Buy List“ mit Kursziel 27 Euro.

Peer-Group-Vergleich

Aktie  BörsenwertKUV KGV Dividenden-PEG 
in Mrd. Euro20e20erendite
E.on 21,2 0,4 13 4,5% 1,0
RWE 13,6 0,5 11 3,2% 0,3

Starke Entwicklung

Die Aussicht auf Entschädigungen treibt die RWE-Aktie weiter an. Auch das Chartbild hat sich deutlich verbessert, das Mehrjahreshoch bei 23,31 Euro rückt näher. Kurzfristig verspricht der Titel deshalb mehr Potenzial als E.on. Anleger greifen zu. Wer bei E.on investiert ist, bleibt aber ebenfalls an Bord. Die Aktie ist günstig (siehe Tabelle) und für konservative Dividendenjäger unverändert eine gute Wahl.

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