RWE
- Nikolas Kessler - Redakteur

E.on und RWE: Das steckt hinter den Kursgewinnen

Die Aktien von RWE und E.on gehören am Dienstagmorgen erneut zu den größten Gewinnern im DAX. Grund dafür sind zwei neue Kaufempfehlungen für die gebeutelten Versorger-Titel.

Die US-Bank JPMorgan hat die RWE-Aktie von „Neutral“ auf „Overweight“ hochgestuft, das Kursziel aber gleichzeitig von 23 auf 16 Euro gesenkt. Auf dem aktuellen Kursniveau würde dies aber immer noch einem Aufschlag von mehr als 40 Prozent entsprechen.

Zur Begründung verwies Analystin Nathalie Casali auf den attraktiven Free Cashflow des Versorgers. Anleger sollten sich in der aktuell schwierigen Bewertungsphase für deutsche Versorger eher hierauf konzentrieren, als auf die Ergebnisentwicklung. Es könnten einige Nachrichten aufkommen, die die Branche wieder in ein besseres Licht rücken und Chancen aufdecken sollten, so Casalis Einschätzung.

Deutsche Bank: „Kaufen“

Derweil hat die Deutsche Bank den Branchenkollegen E.on ebenfalls von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft. Laut Analystin Virginia Sanz De Madrid Grosse würden die Aufspaltungspläne für eine höhere Bewertung der „neuen E.on“ sprechen.

Die Kraftwerksparte und der Stromhandel werden in ein eigenständiges Unternehmen namens Uniper ausgegliedert. Bei E.on verbleiben die Sparten Erneuerbare Energien, Netzte und Kundenlösungen.

Versorger-Titel meiden

Auch wenn die Energievesorger offenbar Fortschritte bei ihren jeweiligen Aufspaltungsvorhaben machen – RWE vermeldete jüngst den Wechsel von Branchenverbands-Chefin Müller in den Konzernvorstand und E.on hat am Montag die neue Zentrale in Essen eingeweiht – teilt DER AKTIONÄR den Optimismus der Analysten nicht. Auch aus charttechnischer Sicht spricht derzeit nichts für einen Einstieg.

(Mit Material von dpa-AFX)

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