EPCOS AG NA O.N.
- DER AKTIONÄR

Rückkehr zur alten Stärke

Der Trennung von Verlustbringern sei Dank: Epcos befindet sich wieder auf Erfolgskurs. Angesichts guter Aussichten ist die Aktie des Elektronikriesen mit einem KGV von 13 verlockend günstig.

Der Trennung von Verlustbringern sei Dank: Epcos befindet sich wieder auf Erfolgskurs. Angesichts guter Aussichten ist die Aktie des Elektronikriesen mit einem KGV von 13 verlockend günstig.

Im Fiskaljahr 2006/07 (per 30.09.) konnte Epcos die Früchte der bereits 2005 eingeleiteten Restrukturierung ernten: Vorläufigen Zahlen zufolge kletterte der Umsatz um zehn Prozent auf rund 1,44 Milliarden Euro und das EBIT erhöhte sich um stolze 75 Prozent auf 82 Millionen Euro. Auf diesem Erfolg will sich das im TecDAX gelistete Unternehmen aber nicht ausruhen. Künftig sollen die Fokussierung auf Produkte mit hohen Wachstumschancen und weitere Kosteneinsparungen die Rendite sukzessive nach oben hieven.

Das Umfeld stimmt

Gesteigert werden soll auch der Umsatz. Dies dürfte problemlos möglich sein, denn Epcos profitiert von verschiedenen Trends. Einer davon ist der steigende Elektronikanteil in Fahrzeugen. Das Unternehmen erwartet einen deutlich zunehmenden Bedarf an elektronischen Bauelementen für Anwendungen im Bereich Motormanagement sowie für Sicherheits- und Informationssysteme. Auch im Mobilfunksektor dürften Komponenten aus dem Hause Epcos weiterhin stark nachgefragt werden. Schließlich erhöhen insbesondere moderne UMTS-Handys den Bauelementebedarf. Gute Aussichten bietet zudem der Bereich Industrieelektronik – hier treibt vor allem der Trend hin zu mehr Energieeffizienz das Wachstum. Epcos-Bau-elemente werden für energiesparende Antriebe von Industriemaschinen ebenso benötigt wie etwa für Windkraft- und Solaranlagen.

Piezo-Sparte sorgt für Fantasie

Ein Aushängeschild für die Innovationskraft von Epcos sind Piezo-Schaltelemente, die als Herzstück neuartiger Einspritzsysteme von Diesel- und Benzinmotoren fungieren. Mit der Piezo-Direkteinspritzung lassen sich gegenüber der konventionellen Saugrohreinspritzung sowohl der Kraftstoffverbrauch als auch die Kohlendioxidemission um bis zu 15 Prozent senken. Diese Fakten sind hochinteressant, da Automobilhersteller angesichts der anhaltenden Klimaschutzdiskussion in Zukunft mehr emissionsarme Fahrzeuge auf den Markt bringen wollen. Vor diesem Hintergrund dürfte sich das Geschäft mit Piezo-Schaltelementen in den kommenden Jahren als starker Wachstumstreiber erweisen.

Fazit

Epcos ist einer der weltweit führenden Hersteller von elektronischen Bauelementen und Modulen. Neben dieser respektablen Marktstellung sprechen auch die überzeugenden Wachstumsaussichten für den Elektronikkonzern. Dennoch errechnet sich basierend auf der aktuellen Gewinnschätzung von 1,02 Euro pro Anteilschein für das Geschäftsjahr 2007/08 lediglich ein KGV von 13. Somit ist die Epcos-Aktie im Branchenvergleich günstig bewertet. weshalb DER AKTIONÄR zum Einstieg rät.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 46/2007.

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