Royal Dutch Shell
- Thorsten Küfner - Redakteur

Rückenwind für Royal Dutch Shell: Ölpreis wieder über 50 Dollar

Gute Nachrichten für die Anteilseigner des britisch-niederländischen Energieriesen Royal Dutch Shell: Die Ölpreise haben am Donnerstag an ihre Vortagesgewinne anknüpfen können und noch weiter zugelegt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet nun sogar wieder etwas mehr als 50 US-Dollar.

"Ein schwächerer US-Dollar und ein unerwartet kräftiger Rückgang der US-Rohöl- und Benzinlagerbestände" seien verantwortlich für den Anstieg der Ölpreise, schreibt Eugen Weinberg, Experte bei der Commerzbank. In den USA sind die Rohölreserven nach offiziellen Angaben vom Vortag zuletzt um 2,5 Millionen auf 521,1 Millionen Barrel gesunken. Experten hatten hingegen einen Anstieg erwartet.

Zwar hatte die US-Regierung zeitgleich für die vergangene Woche auch einen Anstieg der amerikanischen Ölproduktion um 1,8 Prozent auf 8,60 Millionen Barrel gemeldet. Offenbar wurde aber am Markt der Rückgang der Reserven stärker bewertet als der Anstieg der Fördermenge.

Seit Anfang August befinden sich die Rohölpreise wieder im Aufwind. In den vergangenen gut zwei Wochen haben sie um circa 20 Prozent zugelegt. Ein wichtiger Grund sind Spekulationen auf eine Förderbegrenzung des Ölkartells OPEC und anderer Anbieter.

Nicht überbewerten
Anleger sollten die Gerüchte um eine Förderbegrenzung der OPE, welche den Ölpreis in die Höhe treiben könnte, nicht überbewerten. Höchstwahrscheinlich kommt es erneut zu keiner Einigung. Da Shell aber auch mit dem aktuellen Ölpreisniveau gut zurecht kommt, die Aktie günstig bewertet ist und die Dividendenrendite bei einem der sichersten Dividendenzahler der Welt mit 7,1 Prozent hoch ist, können Anleger weiter zugreifen (Stopp: 19,50 Euro).

(Mit Material von dpa-AFX)


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