- DER AKTIONÄR

RTT – Einmalig

Die Münchner Realtime Technology AG, kurz RTT, wurde 1999 gegründet und zählt sich schon heute zu den weltweit führenden Anbietern von 3D-Echtzeitvisualisierungslösungen speziell für industrielle Anwendungen in der Automobil-, Luftfahrt- und Konsumgüterindustrie.

RTT-Mitgründer und Vorstand Ludwig A. Fuchs dem AKTIONÄR Rede und Antwort.

DER AKTIONÄR: Herr Fuchs, Sie führten im Vorfeld der Notierungsaufnahme von RTT im Open Market eine Privatplatzierung durch. Wie erfolgreich ist diese denn verlaufen und zu welchen Konditionen? Und planen Sie in den nächsten Wochen oder Monaten weitere Kapitalerhöhung? Ludwig A. Fuchs: Wir haben uns entschieden, im Zuge einer Bezugsrechtskapitalerhöhung mit anschließendem Private Placement - vorbereitend zur Notierung - eine Verbreiterung der Aktionärsbasis vorzunehmen. Damit wird dem Markt mehr Liquidität bereitgestellt und der zukünftige Handel auf eine breitere Basis gestellt. Es wurden 119.940 Aktien zum Stückpreis von 14,00 Euro platziert. Zum Vergleich: Der letzte Kurs auf der Internet-Handelsplattform Trade Cross lag bei 15,00 Euro. Die Nachfrage nach den Stücken überstieg das Angebot bei weitem. Eine kurzfristige, weitere Kapitalerhöhung ist gegenwärtig nicht geplant. Wir bewegen uns allerdings in einem dynamischen Umfeld, das wir selbst mitgestalten wollen. Dafür werden wir uns bei entsprechender Gelegenheit aller geeigneten Mittel bedienen. Das kann auch eine Kapitalerhöhung sein, etwa um eine Übernahme zu finanzieren.

DER AKTIONÄR: Wie gestaltet sich aktuell die Finanzsituation Ihres Unternehmens? Wie hoch sind Ihre Verbindlichkeiten und der Cashbestand? Ludwig A. Fuchs: Die RTT AG ist zu 100 Prozent eigenkapitalfinanziert und hat keine Bankverbindlichkeiten. Nach der Platzierung beläuft sich unser Cash-Bestand auf rund 4,6 Millionen Euro. Der operative Cashflow im ersten Halbjahr 2005 belief sich auf 391.000 Euro, der freie Cashflow lag bei 125.000 Euro. Mit diesem "Cash-Polster" sind wir für die anstehenden internationalen Expansionsschritte und die geplanten Investitionen in zukünftige Visualisierungstechnologien und deren Vermarktung bestens gewappnet.

DER AKTIONÄR: Gibt es für die Anteilseigner auch Haltefristen? Ludwig A. Fuchs: Weder unsere Emissionspartner, noch die Investoren, die wir bei der Privatplatzierung angesprochen haben, hielten eine Lock-up-Vereinbarung für notwendig. Das liegt wohl vor allem daran, dass die Altaktionäre der Gesellschaft keine Neulinge auf dem "Börsenparkett" sind - die Vorstände haben über die letzten fünf Jahre, in denen die Aktie bereits gehandelt wurde, ihre kapitalmarkttaugliche Haltung unter Beweis gestellt. Und das wird auch künftig so bleiben, schon allein deshalb, weil wir als wachstumsorientiertes Unternehmen auf einen hervorragenden Zugang zum Kapitalmarkt angewiesen sind. Wir werden deshalb künftig wie schon in der Vergangenheit Quartalsberichte veröffentlichen, obwohl dies für die Unternehmen des Open Market nicht vorgeschrieben ist.

DER AKTIONÄR: Im letzten Geschäftsjahr legte Ihr Umsatz um 36 Prozent auf 6,49 Millionen Euro zu. Mit welchen Steigerungsraten rechnen Sie in diesem und in den kommenden Jahren? Ludwig A. Fuchs: Wir haben im ersten Halbjahr 2005 unsere Erlöse um 38 Prozent gesteigert und unser Ergebnis vor Steuern um beinahe die Hälfte des Vorjahreswertes übertroffen. Und auch mit Blick auf das gesamte Jahr haben wir gegenwärtig keinen Grund anzunehmen, dass sich daran etwas ändert. Andererseits wollen wir bewusst keine Planzahlen in den Raum stellen. Die RTT AG hat einen sehr positiven Financial Track Record, der sich für jeden Anleger nachvollziehbar an unserer bereits über die letzten fünf Jahre stringent geleisteten Quartalsberichterstattung ablesen lässt.

DER AKTIONÄR: Was macht RTT bzw. die RTT-Aktie so interessant? Ludwig A. Fuchs: RTT schafft neue Märkte und prägt diese wesentlich. Top-Unternehmen wie Adidas, Airbus, Audi, BMW, OPEL oder Porsche schätzen die einmalige Kombination aus weltweit führender Visualisierungstechnologie und professionellen Services. Das weltweite Potenzial ist enorm. Neue Anwendungsbereiche und Technologieangebote werden für weitere Nachfrage sorgen. Wir bieten Visualisierungsmöglichkeiten, die über den ganzen Produktentstehungs- und Vermarktungszyklus eingesetzt werden können. Visualisierung ist die ideale "Sprache" für eine zusammenwachsende Welt. Bildinformation versteht jeder. Und sie akzeptiert auch jeder - bis hin zum Vorstandschef, der mittels unserer Software über ein zukünftiges Produkt entscheidet. In Sachen Produktvermarktung zeigt das von RTT entwickelte Opel-Car-Creator-System, ein Produktkonfigurator, der sowohl im Internet als auch am Point of Sale (also etwa auf Messen und in den Autohäusern) eingesetzt wird, neue Wege auf. Das mittlerweile bei über 400 Händlern installierte System ermöglicht die interaktive Darstellung aller Opel-Produkte in allen Ausstattungsvarianten inklusive Zubehör - in 3D und einfacher zu verstehen wie ein gedruckter Katalog. Opel kann die von RTT auf Basis der Konstruktionsdaten erstellten Fahrzeugmodelle außerdem auch für die Produktion von Bildmaterial, Internet-Content oder Großplakaten verwenden. Der vollständig digitale Prozess verschafft unseren Kunden enorme Zeit- und Kostenvorteile und damit letztlich die entscheidenden Pluspunkte im zunehmend härteren internationalen Wettbewerb. Das am Markt in dieser Form einzigartige Angebotsportfolio der RTT AG und der nachgewiesene finanzielle Track Record wie auch der Track Record in Sachen Finanzkommunikation und Transparenz sind eine im Open Market einmalige Kombination.

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