Royal Dutch Shell
- Maximilian Völkl

Royal Dutch Shell: Das ist das Ende

Im Sog des steigenden Ölpreises hat sich die Aktie von Royal Dutch Shell deutlich erholt. Die Papiere des britisch-niederländischen Ölriesen notieren derzeit wieder im Bereich der 22-Euro-Marke. In Zukunft muss Shell in den USA aber ohne den Partner Saudi Aramco agieren. Die langjährige Zusammenarbeit wurde beendet.

Vor fast zwei Jahrzehnten hatten Shell und Saudi Aramco das Joint Venture mit dem Namen Motiva gegründet. 2012 wurde ihr Werk Port Arthur in Texas noch für zehn Milliarden Dollar auf die doppelte Größe ausgebaut. Mit einer Kapazität von 600.000 Barrel Benzin pro Tag ist die Anlage die größte in den USA.

Die Auflösung der Partnerschaft könnte nun den Weg für eine Teilprivatisierung von Saudi Aramco öffnen. Im Januar hatten Vertreter des Staatskonzerns Börsenpläne ins Spiel gebracht. Nach der Auflösung von Motiva bekommen die Saudis neben der Port-Arthur-Raffinerie und 26 Benzinterminals auch eine exklusive, lang laufende Lizenz für den Verkauf von Benzin und Diesel unter der Marke Shell in Texas, dem größten Teil des Mississippi Valley und dem Südosten. Royal Dutch Shell hingegen behält seine Märkte in Florida, Louisiana und dem Nordosten sowie zwei Raffinerien in Louisiana mit einer täglichen Kapazität von zusammen 465.000 Barrel Öl am Tag.

Attraktive Aktie

Die Shell-Aktie ist wieder interessant. Die Aussichten, dass der Ölpreis weiter steigt, bleiben gut. Mit einer attraktiven Dividendenrendite von derzeit rund acht Prozent bietet der Titel im aktuellen Niedrigzinsumfeld zudem eine konstante und hohe Ausschüttung. Mutige Anleger können zugreifen. Der Stoppkurs des AKTIONÄR liegt bei 17,50 Euro.

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