Royal Dutch Shell
- Thorsten Küfner - Redakteur

Royal Dutch Shell: Wie sicher ist jetzt noch die Dividende?

Die OPEC hat am Freitag entschieden, die Förderquote trotz des bereits vorhandenen Angebotsüberschusses und der schwachen Ölpreise zu erhöhen. Dies belastet sowohl den Ölpreis, als auch auch die Aktien von Produzenten wie etwa Royal Dutch Shell natürlich in erheblichem Umfang. Ist nun auch die Dividende in Gefahr?

Die Entscheidung der OPEC dürfte dazu führen, dass die Ölpreise auch im kommenden Jahr auf niedrigem Niveau verharren werden oder womöglich sogar noch weiter abrutschen. Dies stellt natürlich viele Energiekonzerne vor erhebliche Probleme. Royal Dutch Shell befindet sich allerdings noch in einer vergleichsweise guten Position. Denn zum einen sind die durchschnittlichen Förderkosten beim britisch-niederländischen Mischkonzern relativ niedrig, sodass das Unternehmen im Upstream-Geschäft operativ weiterhin profitabel bleibt. Im dritten Quartal sorgten lediglich Einmaleffekte wie erhebliche Wertberichtigungen zum Abrutschen in die Verlustzone.

Starkes, hochprofitables Standbein

Darüber hinaus wirtschaftet Shell im Downstream-Bereich, also dem Geschäft mit Raffinerien und Tankstellen, weiterhin hochprofitabel. So wurde in dieser Sparte im dritten Quartal ein Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar erzielt. Da die Gewinnmargen in diesem Bereich weniger abhängig von der Höhe der Ölpreise sind, sollte auch 2016 die Kasse klingeln.

Die Dividende soll stabil gehalten werden

Damit sind die Aussichten für die Aktionäre, die sich die Shell-Papiere hauptsächlich aufgrund der stattlichen Dividendenrendite von aktuell 7,8 Prozent ins Depot gelegt haben, weiterhin gut. Der Energieriese hat die Dividende seit dem Jahre 1945 nicht mehr gesenkt und Konzernchef Ben van Beurden hatte schon Anfang des Jahres erklärt, er wolle unbedingt an der „iconic dividend“ des Unternehmens festhalten. Zumal Shell den aktuellen Schätzungen der Analysten zufolge im kommenden Jahr mit einem Ergebnis von 1,94 Dollar je Aktie in der Lage wäre, die Dividende in Höhe von 1,88 Dollar je Aktie (47 Cent je Quartal) aus den Gewinnen  stemmen zu können. 

 

Stoppkurs beachten!

Dank der starken Stellung im Downstream-Geschäft dürfte Shell zu den Energiekonzernen zählen, die verhältnismäßig gut mit den niedrigen Ölpreisen leben können. Auch die hohe Dividende (weitere Dividendenperlen finden Sie hier) sollte nicht gekürzt werden, sodass sich die Anteilseigner weiterhin über eine satte Rendite freuen dürfen. Dennoch sollte der mittlerweile wieder näher gerückte Stopp bei 20,00 Euro beachtet werden (es sei denn man betrachtet die Shell-Aktie wegen der hohen Dividende als reinen Festgeldersatz).


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