Royal Dutch Shell
- Thorsten Küfner - Redakteur

Royal Dutch Shell: Was ist 2018 noch drin?

Die Aktie des britisch-niederländischen Energieriesen Royal Dutch Shell befindet sich nach dem deutlichen Kursanstieg seit Herbst – ähnlich wie der Ölpreis – aktuell weiterhin in der Korrekturphase. Für Anleger ist dies durchaus eine gute Chance zuzugreifen, denn 2018 dürfte für Shell wieder richtig gut werden.

So rechnen Analysten für das laufende Jahr mit einem Umsatzanstieg von 305 auf 319 Milliarden Dollar. Das EBITDA dürfte von 48,4 auf 57,0 Milliarden Dollar klettern, der Nettogewinn von 12,9 auf 20,4 Milliarden Dollar beziehungsweise 2,39 Dollar je Aktie. Damit kann der Konzern die Dividende in Höhe von 1,88 Dollar (aktuelle Rendite 5,8 Prozent) wieder komplett aus den laufenden Erträgen bezahlen. Darüber hinaus gehen die Experten davon aus, dass die im Zuge der BG-Übernahme vor zwei Jahren kräftig gestiegenen Nettoschulden von 65,4 auf 56,4 Milliarden Dollar weiter verringert werden. Zum Vergleich: Im Herbst 2016 waren es noch 77,9 Milliarden Dollar.

 

Shell dürfte 2018 – wie wohl auch 2019 und in den kommenden Jahren – weiterhin die Früchte einer strikten Kostendisziplin sowie cleverer Investitionen in den Vorjahren einfahren. Der Energieriese ist hervorragend aufgestellt, verfügt über eine solide Bilanz (das Eigenkapital lag zum 31.12.2017 bei 198 Milliarden Dollar, woraus sich eine Eigenkapitalquote von 48,6 Prozent errechnet) und über gute Perspektiven. Die Aktie bleibt für konservative Anleger nach wie vor attraktiv (Stopp: 23,00 Euro).

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