Dialog Semiconductor
- Maximilian Völkl

Rote Laterne für Dialog Semiconductor: Starke Zahlen, doch die Prognose…

Nach starkem Start hat die Aktie von Dialog Semiconductor am Donnerstagmorgen deutlich ins Minus gedreht. Trotz hervorragender Zahlen kann der Höhenflug der vergangenen Wochen und Monate damit vorerst nicht fortgesetzt werden. Das Problem ist die vorsichtige Prognose des Managements für das erste Quartal sowie das Gesamtjahr 2015.

Bei den Umsatz- und Gewinnzahlen hat der TecDAX-Konzern am Donnerstag die vorläufig veröffentlichten Eckdaten erfüllt. Im vierten Quartal fuhr Dialog Erlöse von 435 Millionen Dollar ein, im Gesamtjahr stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr damit um 28 Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar. Das Betriebsergebnis legte im Abschlussquartal sogar um 49 Prozent auf 105,1 Millionen Dollar zu. Für das gesamte Jahr steht damit ein EBIT von 185 Millionen Dollar zu Buche, was einem Wachstum von 81 Prozent entspricht. Auch die Bruttomarge von 44,5 Prozent lag wie erwartet am oberen Ende des angestrebten Korridors von 40 bis 45 Prozent.

Keine konkrete Aussage

Dank des Smartphone-Booms rechnet der Halbleiterhersteller im laufenden Jahr mit einem weiteren Umsatz- und Gewinnplus. 2015 werde erneut ein gutes Wachstumsjahr, so Unternehmenschef Jalal Bagherli. Da die Umsatzentwicklung vor allem durch die zweite Jahreshälfte bestimmt wird, wurde er allerdings nicht präziser. Experten gehen derzeit davon aus, dass sich das Wachstum des Apple-Lieferanten im laufenden Jahr verlangsamt. Sie gehen von einem Anstieg um noch knapp 17 Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar aus. Die Bruttomarge soll im laufenden Jahr auf dem 2014er-Niveau liegen. Damit dürfte auch der Gewinn steigen.

Nicht zu teuer

Commerzbank-Analyst Thomas Becker bekräftigte derweil, dass der bereinigte operative Gewinn (EBIT) im Schlussquartal stark gewesen sei. Die Unternehmensaussagen für das erste Quartal sowie das Gesamtjahr 2015 spiegelten allerdings offenbar eine gewisse Vorsicht des Managements wider. Becker hält die Aktien auch nach ihrem zuletzt guten Lauf für nicht sonderlich hoch bewertet. Kursschwächen würden seiner Einschätzung zufolge Kaufgelegenheiten eröffnen.

Kaufgelegenheit

Der deutliche Rücksetzer am Donnerstag ist eine solche Kaufgelegenheit. Trotz der wenig konkreten Aussagen von Bagherli dürfte sich das Wachstum von Dialog fortsetzen. Auch außerhalb der Apple-Welt wächst der Konzern zunehmend. Das Kursziel des AKTIONÄR lautet deshalb nach wie vor 40 Euro. Aufgrund der positiven Wachstumsaussichten in der Chipbranche ist die Aktie mit einem 2015er-KGV von 19 zudem noch nicht zu teuer.

(Mit Material von dpa-AFX)

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