United Technologies
- DER AKTIONÄR

Rolltreppe aufwärts

Mischkonzerne werden von vielen Anlegern skeptisch beäugt. Zum einen weil diese die einzelnen Geschäftsbereiche eines solchen Konglomerats schlecht bewerten können. Zum anderen weil in den Augen der Börsianer die Diversifikation des Konzerns das Wachstum behindert – ein auf die Kernaktivitäten fokussiertes Unternehmen hat ihrer Ansicht nach höheres Wachstumspotenzial.

Verschiedenen Geschäftsbereichen des US-Konglomerats United Technologies steht ein gutes Jahr 2007 bevor.

Mischkonzerne werden von vielen Anlegern skeptisch beäugt. Zum einen weil diese die einzelnen Geschäftsbereiche eines solchen Konglomerats schlecht bewerten können. Zum anderen weil in den Augen der Börsianer die Diversifikation des Konzerns das Wachstum behindert – ein auf die Kernaktivitäten fokussiertes Unternehmen hat ihrer Ansicht nach höheres Wachstumspotenzial. Das schlägt sich auch in den Aktienkursen nieder: Mischkonzerne werden an der Börse – ob zu Unrecht oder nicht – oft mit einem Abschlag gehandelt. So etwa United Technologies: Die Notierung des Konzerns aus Hartford hat im vergangenen Jahr nur um zwölf Prozent zugelegt, während der Dow Jones, in dem United Technologies gelistet ist, um über 16 Prozent dazu gewann.

Nachfrage aus China

Dass die Börsianer im Jahr 2007 ihre Meinung in puncto United Technologies ändern könnten, dafür sorgen Geschäfte, die sich im Fernen Osten anbahnen. So winkt gleich zwei Töchterunternehmen des Konglomerats eine Auftragsflut, die mit dem Bauboom in China zusammenhängt. Da ist etwa Otis: Der Fahrstuhlund Rolltreppenbauer wird unter Umständen einiges zu tun bekommen, wenn im Reich der Mitte Wolkenkratzer und riesige Kaufhäuser hochgezogen werden. Gleiches gilt für Carrier: Der Produzent von Klima- und Heizungsanlagen dürfte ebenfalls eine steigende Nachfrage nach seinen Produkten spüren, wenn die Chinesen ihre Bauprojekte in die Tat umsetzen.

Milliarden in Sicht?

Auch für die in der Rüstungsindustrie tätigen Töchter von United Technologies scheint das Jahr 2007 ein lohnendes zu werden. Zwar wurde kürzlich erst die Kürzung des Kampfjet-Programms Joint Strike Fighter bekannt, an dem auch United Technologies beteiligt ist. Doch andererseits fordert das Pentagon derzeit von der US-Bundesregierung nahezu 100 Milliarden Dollar für seinen Verteidigungshaushalt – zusätzlich zu den 70 Milliarden Dollar, die die Regierung bereits im Herbst genehmigt hat. Setzt sich das Verteidigungsministerium mit seinen Forderungen durch, schraubt es die Kriegskosten auf ein Rekordniveau hoch. Ein Teil dieser insgesamt 170 Milliarden Dollar würde sich eventuell auch bei United Technologies wiederfinden. Dessen Hubschraubersparte Sikorsky könnte nämlich einen Teil der 11,8 Milliarden Dollar abbekommen, die das Pentagon dann möglicherweise für Flugzeuge und Helikopter ausgeben wird.

Besser als der Dow?

Die Aktie des Mischkonzerns ist ein Investment für konservative Anleger. Mit einem Schuss China-Fantasie und Pentagon-Milliarden vor der Nase hat das Papier nach einem durchwachsenen 2006 Chancen, den Dow in diesem Jahr zu schlagen.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 03/2007.

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