Rocket Internet
- Julia Breuing

Rocket Internet: Neues Startup im Visier - aber Kritik hält an

Startup-Maschine Rocket Internet hat ein neues Ziel im Auge und investiert laut Gründerszene 1,7 Millionen Euro in das Berliner Mode-Startup Buying Show. Bringt das Investment die Trendwende für die Aktie?

Das Berliner Startup Buying Show befindet sich noch in den Kinderschuhen, es wurde erst vor sechs Monaten gegründet. Mit ihrer neuen Plattform wollen sie Händlern und Modemarken das Geschäft vereinfachen. Händler können einfacher an neue Marken herantreten und Marken können schneller in andere Länder expandieren und wachsen. Rocket Internet ist überzeugt von dem Konzept und gibt mit dem Millionen-Investment die nötige Finanzspritze, um die Infrastruktur weiterzuentwickeln. Durch das Investment hält das Unternehmen jetzt neun Prozent an Buying Show.

Kampf um Profitabilität

Anfang der Woche kritisierte das Wall Street Journal noch Rocket Internets Strategie. Das Unternehmen verkörpere mit seinem Kampf profitabel zu sein den globalen Abschwung im Tech-Business. Zu Beginn noch als Konkurrenz zum Silicon Valley gesehen, müssen sich die Vorstände jetzt verteidigen, warum Rocket Internet nicht die nächste Blase ist. Rocket Internet ist an 100 Unternehmen in 110 Ländern beteiligt. Früher gründete es meist eigene Startups indem es erfolgreiche Unternehmenskonzepte kopierte. Heute investiert es viel in schon bestehende Startups. Zu den bekanntesten Startups unter Rocket Internets Fittiche zählen Hello Fresh, Lieferheld und eDarling. Gründer Oliver Samwer erklärt, dass Rocket Internet die ersten fünf bis neun Jahre viel Geld in Startups stecken muss um zu expandieren, bevor sie profitabel werden. Doch Zweifel an der Werthaltigkeit einiger wichtiger Beteiligungen und ein gewisser Sicherheitsabschlag sind angebracht.

Abwarten

Die Aktie von Rocket Internet wird für die neue Investmententscheidung heute mit einem Plus von vier Prozent belohnt. Langsam aber sicher erholt sich die Aktie von dem Tief bei 16,41 Euro, das die Aktie Ende Juni erreicht hat. Trotzdem ist der Abwärtstrend noch nicht gebrochen. Anleger sollten für einen Neueinstieg eine Trendwende abwarten.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: