Rocket Internet
- Fabian Strebin - Redakteur

Rocket Internet: Kinnevik geht – aber es geht weiter

Der schwedische Großinvestor Kinnevik steigt bei Rocket Internet komplett aus. Bereits im Februar hatte der Aktionär Anteile verkauft und angekündigt sich, von nach einer Haltefrist komplett vom Unternehmen zu trennen. Die ist nun vorbei.

Interessenskonflikt

Kinnevik sah einen Interessenskonflikt durch die Beteiligung an Rocket Internet. Im Handelsblatt sagte Kinnevik-Chef Joakim Andersson: „Unsere Geschäftsmodelle sind sich zu ähnlich geworden. Rocket baut nicht mehr nur junge Firmen auf, sondern investiert auch in größere Unternehmen. Wir tun dasselbe.“ Die Schweden werden das verbleibende Aktienpaket von 6,6 Prozent verkaufen. Das entspricht 10,9 Millionen Wertpapieren.

Ein weiterer Grund für den Ausstieg bei Rocket sei der günstige Zeitpunkt gewesen, so Andersson. Die Nachfrage nach Rocket-Aktien sei dagewesen und Kinnevik wollte Gewinne realisieren, um Geld für neue Investitionen zu haben.

Aktie verliert deutlich

Die Aktie von Rocket Internet tauchte nach der negativen Meldung gestern ab. Dabei könnte es bei der Start-up-Schmiede jetzt so richtig losgehen. Erst am vergangenen Dienstag, 6. Juni, wurde der Börsengang der Rocket-Beteiligung Delivery Hero bekanntgegeben. Zudem gibt es Spekulationen, dass sich auch der Food-Lieferdienst Hello Fresh demnächst aufs Börsenpakett wagt.

Die Aktie von Rocket Internet bleibt eine heiße Wette auf hohe IPO-Erlöse der Beteiligungen. Die Aktie eignet sich deshalb ausnahmslos für Anleger mit starken Nerven. Die Notierung dürfte hochvolatil bleiben. DER AKTIONÄR gibt ein Kursziel von 28,00 Euro aus und empfiehlt einen Stopp bei 17,50 Euro zu setzen.

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