Rocket Internet
- Nikolas Kessler - Redakteur

Rocket Internet: Aller guten Dinge sind drei

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Medienberichten zufolge plant Rocket Internet das dritte Beteiligungs-IPO innerhalb von nur einem Jahr. Nach dem Essenslieferdienst Delivery Hero und dem Kochboxen-Versender HelloFresh soll auch noch das Online-Möbelhaus Home24 an die Börse gehen.

Wie das Manager Magazin in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf mehrere Insider berichtet, soll das Möbel-Start-up schon im Frühsommer bereit für den Gang an die Börse sein. Der Home24-Vorstand führe bereits Gespräche mit potenziellen Investoren und stelle das Unternehmen intern börsengerecht auf, heißt es in dem Bericht. Begleitet wird der IPO von der Investmentbank Berenberg, die in der Vergangenheit bereits andere Börsengänge von Rocket-Internet-Beteiligungen organisiert hatte. Home24 und Rocket Internet wollten sich zu den Gerüchten bislang nicht äußern.

Rocket Internet hält derzeit 43 Prozent der Anteile an Home24. In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 hat das Start-up bei einem Umsatz von 195 Millionen Euro knapp 20 Millionen Euro Verlust geschrieben. Bis zum Börsengang solle sich das Unternehmen jedoch weiter der Profitabilität nähern.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Bei der jüngsten Finanzierungsrunde wurde Home24 mit 440 Millionen Euro bewertet – und damit deutlich niedriger als bei der vorherigen Runde im März 2016, als die Bewertung noch bei 981 Millionen Euro lag.

Mit einem zügigen Börsengang wolle Rocket-Chef Oliver Samwer die positive Stimmung an den Aktienmärkten ausnutzen. Ob der Börsengang einer weiteren Beteiligung der Aktie von Rocket Internet neuen Schwung liefern kann, ist indes offen. Die Börsengänge von Delivery Hero und HelloFresh im vergangenen Jahr konnten nicht die erhofften Impulse liefern. Stattdessen bleibt sie in ihrem langfristigen Seitwärtstrend gefangen.

Comeback-Wette läuft!

Dank der Gerüchte über den Home24-Börsengang kann der Kurs am Donnerstag fast zwei Prozent zulegen. Damit nähert er sich nun der oberen Begrenzung der Seitwärtsrange. DER AKTIONÄR spekuliert bereits seit längerem auf einen Ausbruch – der Einstieg ist weiterhin möglich.

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