Roche
- Marion Schlegel - Redakteurin

Roche überzeugt mit starken Daten – Analysten heben den Daumen

Pharmaunternehmen hatten zuletzt mit der Tatsache zu kämpfen, dass wichtige Umsatzbringer ihren Patentschutz verlieren – so auch Roche. Wichtig für zukünftigen Erfolg sind deswegen neue Medikamente und eine starke Pipeline. Und hier wird man bei Roche gut fündig. Allein in den vergangenen zwei Jahren hat Roche sechs neue vielversprechende Präparate auf den Markt gebracht, darunter Tecentriq, das in Zukunft eines der wichtigsten Krebsmedikamente für Roche werden könnte.

Roche ist mittlerweile aber auch außerhalb des Krebsbereichs immer besser positioniert. So stiegen die Umsätze mit Actemra, einem Mittel insbesondere gegen rheumatoide Arthritis, 2017 weltweit um 14 Prozent auf 2,04 Milliarden Dollar. Und auch die beiden neuen Mittel Ocrevus gegen Multiple Sklerose (MS) und Hemlibra gegen die Bluterkrankheit entwickeln sich vielversprechend.

In dieser Woche hat Roche erst sehr starke Daten der klinischen Phase 3 zu Hemlibra veröffentlicht. In der Studie, bei der Hemlibra Patienten mit einer speziellen Form der Bluterkrankheit (Hämophilie A mit Faktor VIII Inhibitoren) wöchentlich oder 14-tägig verabreicht wird, habe das Medikament die Blutungen im Vergleich zu keiner präventiven Behandlung um 96 Prozent reduziert, so Roche. Bei einer Gruppe von Patienten, die bereits mit herkömmlichen Therapien behandelt wurden, konnten die Blutungen dank Hemlibra immer noch um 68 Prozent reduziert werden.

Von den Analysten von JPMorgan sowie Jefferies wurden die Daten sehr gut aufgenommen. Sie empfehlen die Aktie weiter zum Kauf. JPMorgan-Analyst Richard Vosser kommentierte: Die vom Schweizer Pharmakonzern präsentierten Daten bestätigten das starke Profil von Hemlibra. Die Konsensschätzungen für dieses Produkt könnten steigen. Ian Hilliker vom Analysehaus Jefferies zeigte sich ebenfalls zuversichtlich: Das Hämophilie-Medikament Hemlibra werde der neue Standard für die Behandlung einer speziellen Form der Bluterkrankheit (Hämophilie A mit Faktor VIII Inhibitoren). Das Medikament habe in der Spitze ein Umsatzpotenzial von fünf Milliarden Dollar.

DER AKTIONÄR ist ebenfalls optimistisch, was die zukünftige Entwicklung der Roche-Aktie angeht. Das aktuelle Niveau bietet langfristig eine gute Einstiegschance. Charttechnisch würde die Rückeroberung der 200-Tage-Linie ein positives Signal erzeugen.

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