Rhoen-Klinikum
- Stefan Limmer - Redakteur

Rhön Klinikum: Übernahmephantasie flammt auf – greift Fresenius zu?

Auf der Hauptversammlung von Rhön-Klinikum hat die Mehrheit der Aktionäre überraschend für die Senkung der Sperrminorität von 90 auf 75 Prozent gestimmt. Damit hat Fresenius nun doch die Möglichkeit seine Übernahmepläne in die Tat umsetzen. Am Donnerstag ist die Aktie mit Abstand der Top-Gewinner im MDAX.

Mit dieser Entscheidung hatten am Mittwoch nur die wenigsten gerechnet: Auf der Hauptversammlung der Rhön-Klinikum AG erhielt der Vorstoß des schwedischen Großaktionärs Alecta, die umstrittene 90-Prozent-Klausel aus der Satzung zu streichen, die notwenige Mehrheit. 90,54 Prozent des vertretenen Kapitals stimmten dafür, 9,46 Prozent der Anteilseigner stimmten dagegen. Auch hier war eine Mehrheit von mehr als 90 Prozent notwendig. Auf dem Aktionärstreffen waren 64,12 Prozent des Grundkapitals vertreten.

Übernahmespekulationen

Nach der überraschenden Satzungsänderung spekulieren nun die Marktteilnehmer über einen erneuten Übernahmeversuch durch den Medizinkonzern Fresenius. Im vergangenen Jahr scheiterte der DAX-Konzern mit einer milliardenschweren Offerte, weil nicht die erforderlichen 90 Prozent der Stimmenanteile erreicht wurden. Fresenius hatte 2012 22,50 Euro pro Aktie geboten, erreichte aber nur Zusagen von 84,3 Prozent der Stimmanteile. Auch wenn sich Fresenius am Donnerstag über einen weiteren Übernahmeversuch noch in Schweigen hüllt, halten die Experten von Equinet eine neue Offerte für Rhön Klinikum für wahrscheinlich. Analyst Konrad Lieder bestätigte daher in seiner jüngsten Analyse die Kaufempfehlung für den MDAX-Titel. Das Kursziel erhöhte der Analyst von 19,00 auf 22,50 Euro. Die Experten der Commerzbank sehen die Aktie bei 20,50 Euro fair bewertet. 

Top-Gewinner

Mit den Neuigkeiten im Rücken führt die Rhön-Klinikum-Aktie am Donnerstag die Gewinnerliste im MDAX souverän an – trotz Dividende in Höhe von 0,25 Euro. Aus charttechnischer Sicht hat die Aktie den horizontalen Widerstand bei 17,00 Euro hinter sich gelassen. Investierte Anleger bleiben dabei. Auch DER AKTIONÄR spekuliert nach ersten Gewinnmitnahmen in seinem Real-Depot auf steigende Kurse.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR

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