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- Michael Schröder - Redakteur

Rheinmetall und die Hugo Boss AG im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Platow Derivate rüstet sich für eine schwache Börsenphase von Rheinmetall. Die Prior Börse findet die Hugo Boss AG noch immer sehr anziehend. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Derivate erklären, die Anleger würden bei Rheinmetall vorsichtig sein, denn sie misstrauen der bislang bestätigten Prognose für das Gesamtjahr. Der Gewinn des Rüstungskonzerns könnte von sinkenden Militärausgaben in einigen europäischen Ländern sowie den USA belastet werden. Bereits bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen bezeichnete der Vorstand die Ziele in der Rüstungssparte als "besondere Herausforderung". Zudem hat Rheinmetall den eigentlich schon für das erste Halbjahr geplanten Börsengang der Automobilzuliefer-Tochterfirma KSPG erneut abgesagt. Das Management sagte, wegen der hohen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten innerhalb der Eurozone herrschten für einen überschaubaren Zeitraum schlechte Voraussetzungen für das Initial Public Offering. Nach dem Scheitern des Zusammenschlusses von EADS und BAE wird die Möglichkeit einer Übernahme von Rheinmetall wieder diskutiert, allerdings gehen die Meinungen weit auseinander. Im Vergleichs-Chart mit dem DAX befindet sich der Aktienkurs von Rheinmetall jedenfalls in einem langfristigen Abwärtstrend. Deshalb sollten risikobereite Anleger das am 4. Juli 2013 fällige Alpha-Short-Zertifikat (WKN DZ9 9S3) der DZ Bank auf das Paar Rheinmetall/DAX kaufen und den Stoppkurs bei 0,70 Euro setzen.

Änderungen in Musterdepot von Platow Derivate:

Im Derivate-Musterportfolio sind die 950 Short-Zertifikate (WKN CG5 FS9) auf Unibail-Rodamco mit Verlust ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen möchten dafür 1.150 Call-Optionsscheine (WKN NG0 LGY) auf MAN ab einem Kurs von 1,76 Euro einbuchen und bei 1,29 Euro absichern.

Die Verantwortlichen für das Alpha-Turbo-Musterdepot haben ihre abgelaufenen 7.000 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 RGA) auf das Paar Gold/Dow Jones Industrial mit einem Gewinn von 23 Prozent zu 1,13 Euro ausgebucht. Damit ist die Spekulation auf eine bessere Wertentwicklung des Goldpreises im Vergleich zum Index aufgegangen. Die DZ Bank soll den Schein allerdings erst in der kommenden Woche tilgen. Zudem haben die Verantwortlichen 2.300 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ9 9S3) auf das Paar Rheinmetall/DAX zu 1,16 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 0,70 Euro gesetzt.


Die Prior Börse: Menschen anziehen, Heuschrecken abschütteln 

Die beiden Aufsichtsräte Bernd Simbeck und Hellmut Albrecht haben die Korrektur im Aktienkurs der Hugo Boss AG jüngst für Käufe genutzt. Die Experten der Prior Börse raten dazu, diesem Vorbild zu folgen, denn nach einem guten Jahr 2011 wird das Jahr 2012 wohl noch besser. Sie schätzen den Gewinn je Aktie auf 4,65 Euro, was einem KGV von 15 entspräche. 60 bis 80 Prozent davon werden als Dividende ausgezahlt. Bei einer Ausschüttung von 3,30 Euro käme das einer Rendite von 4,6 Prozent gleich. Vorstandsvorsitzender Claus-Dietrich Lahrs möchte bis zum Jahr 2015 mehr Ladengeschäfte selbst betreiben, mehr Vielfalt und mehr Luxus-Artikel anbieten, mehr Vertriebskanäle nutzen und so den Umsatz auf mehr als drei Milliarden Euro steigern. Die Bilanz ist noch etwas schwach, doch gibt es Fortschritte beim Abbau der Nettoverschuldung und beim Aufbau der Eigenkapitalquote. Der Grund für diese schwache Finanzausstattung liegt im Einstieg von Permira. Der Finanzinvestor/die Heuschrecke ist seit dem Jahr 2007 Mehrheitseigner des Modekonzerns und hat sich zunächst selbst eine Sonderdividende von 345 Millionen Euro von der Hugo Boss AG auszahlen lassen. Über kurz oder lang dürfte die Heuschrecke das Weite suchen. Die Zahlen für das ritte Quartal sollen am 30. Oktober vorgelegt werden und bislang deutet alles auf eine Fortsetzung des Erfolgskurses hin. Das KUV beträgt zwar 2,5, allerdings ist die Bewertung angesichts der guten Perspektiven gerechtfertigt. Anleger sollten Notierungen von weniger als 70 Euro zum Einstieg nutzen.

Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:

Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio möchten ihre 9.000 Anteile der Commerzbank und ihre 1.500 Aktie der Ströer Out-of-Home Media AG wohl jeweils mit Verlust ausbuchen und dafür 7.500 Titel von Praktiker und 450 Papiere von Morphosys einbuchen.

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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