Rheinmetall
- Jochen Kauper - Redakteur

Rheinmetall bringt Autosparte an die Börse

Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall will seine Autosparte KSPG einem Zeitungsbereicht zu Folge bereits im Juni an die Börse bringen. Nach den schwachen Zahlen könnte das neue Fantasie für die Aktie entfachen.

KSPG goes Frankfurt. Die bessere Stimmung an den Finanzmärkten will sich der Rüstungskonzern Rheinmetall zunutze machen, um seine Autosparte an die Börse zu bringen. Erste Gespräche mit institutionellen Investoren hat es bereits gegeben. Die KSPG AG, ehemals Kolbenschmidt Pierburg AG, soll aller Voraussicht nach bereits im Juni 2012 als eigenständiges Unternehmen an der Frankfurter Börse notieren. Das berichtet die Börsen-Zeitung.

Wert: Eine Milliarde Euro

Laut der Financial Times Deutschland hat Rheinmetall bereits ein Konsortium ausgewählt, um den Börsengang von KSPG voranzutreiben. Die Autosparte erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von über zwei Milliarden Euro, knapp die Hälfte der Erlöse des gesamten Rheinmetall-Konzerns. Das EBIT betrug 81 Millionen Euro. Experten bewerten den Autozulieferer mit rund einer Milliarde Euro.

Ruhiger Auftakt

Rheinmetall ist verhalten in das Geschäftsjahr 2012 gestartet. Trotz neuer Bestwerte im Automotive-Bereich musste das Düsseldorfer Unternehmen einen Gewinneinbruch hinnehmen. Im ersten Quartal steigerte der Rüstungskonzern zwar den Umsatz auf 1,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis nahm aber von 77 Millionen Euro auf 45 Millionen Euro ab. Während das EBIT im Rüstungssektor von 38 auf vier Millionen Euro zurückfiel, glänzte der Automobilsektor mit neuen Rekorden. Das EBIT wurde um 15 Prozent auf 46 Millionen Euro nach oben geschraubt.

Ausblick bestätigt

Trotz des verhaltenen Auftakts hält Rheinmetall an seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest. Der Konzern erwartet demnach einen Umsatz von rund 4,9 Milliarden Euro (Automotive: 2,4 Milliarden Euro; Defence: 2,5 Milliarden Euro). Bedingt durch eine schwächere Ergebnisentwicklung im Rüstungsbereich wird mit einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau gerechnet.

Aktie halten

Für die Rheinmetall-Aktie könnte der Börsengang der Autosparte neue Fantasie bedeuten. Aktuell ist das Papier haltenswert.  Der Stoppkurs sollte bei 35 Euro gesetzt werden.

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