AAP Implantate
- DER AKTIONÄR

Renditestarke Zukunft

Oliver Bielenstein, Finanzvorstand der aap Implantate AG war beim „MedTech Day“ Mitte April in Frankfurt im Gegensatz zu früheren Unternehmenspräsentationen wie ausgewechselt: Während er sich 2006 noch weigerte, konkrete Prognosen abzugeben, hat er mit seinen aktuellen Erwartungen für die nächsten Jahre überaus positiv überrascht – was von der Börse bisher jedoch noch nicht honoriert wurde.

Die neuen Finanzprognosen von aap Implantate haben die Anleger bisher kaltgelassen. Zu Unrecht, denn die Aktie ist eine dicke Beute für Schnäppchenjäger.

Oliver Bielenstein, Finanzvorstand der aap Implantate AG war beim „MedTech Day“ Mitte April in Frankfurt im Gegensatz zu früheren Unternehmenspräsentationen wie ausgewechselt: Während er sich 2006 noch weigerte, konkrete Prognosen abzugeben, hat er mit seinen aktuellen Erwartungen für die nächsten Jahre überaus positiv überrascht – was von der Börse bisher jedoch noch nicht honoriert wurde.

25 Prozent EBIT-Marge

Der Hersteller von Implantaten, Knochenzementen und -ersatzstoffen sowie Trägermaterialien für Antibiotika will im laufenden Jahr eine EBIT-Marge von 10 bis 15 Prozent erzielen. 2008 will sie Bielenstein sogar nachhaltig auf 25 Prozent steigern und rund 40 Millionen Euro umsetzen. Zum Vergleich: 2006 kletterte der Umsatz um 38 Prozent auf 18,5 Millionen Euro und das Nettergebnis um 143 Prozent auf 1,6 Millionen Euro oder 0,09 Euro je Aktie. Gleichzeitig legte aap die Basis für das anvisierte Wachstum. Der im Dezember unterzeichnete Übernahmevertrag für den Wettbewerber Fame Medical und der absehbare Vollzug der Akquisition per Aktientausch stärkt die Marktposition der Berliner beträchtlich.

Deutlicher Gewinnsprung

Bricht man die EBIT-Prognosen des Finanzchefs auf das Nettoergebnis herunter, ist 2007 ein Gewinn je Aktie von 0,12 bis 0,15 Euro realistisch. 2008 könnte sogar ein Gewinnsprung auf stolze 0,45 bis 0,50 Euro je Aktie folgen, wenn aap die prognostizierten Margen erreicht. Zur Untermauerung seiner Prognosen verriet Finanzchef Bielenstein: „Bereits 2006 hatten wir bei den Biomaterialien (Knochenzemente) eine Marge von 25 Prozent.“ Die mechanischen Implantate haben die Marge im letzten Jahr jedoch auf zwölf Prozent gedrückt. Daher dürfte diese Produktlinie wohl nicht mehr lange Bestand bei aap Implantate haben. Der Startschuss für den avisierten Wachstumsschub fällt im zweiten Halbjahr, denn Bielenstein erwartet bis dahin die Zulassung einer Reihe neuer Produkte.

Insider kaufen

Die Zuversicht des aap-Managements über die künftige Entwicklung lässt sich an den jüngsten Insidertransaktionen ablesen. Finanzvorstand Oliver Bielenstein, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Rubino Di Girolamo und Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Hohensee haben in diesem Jahr ihre Anteile an aap ausgebaut und insgesamt für fast 150.000 Euro Aktien gekauft. Spekulative Anleger sollten den drei Beispielen folgen, denn neben den hervorragenden Perspektiven lassen auch die soliden Bilanzrelationen und das günstige KGV von 6 für 2008 bei Schnäppchenjägern keine Wünsche offen.

Kursziel bei AAP Implantate: 4,00 Euro. Stopp: 2,10 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 19/2007.

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