Atoss Software
- DER AKTIONÄR

Rendite von 39,8 Prozent!

Neben der regulären Auszahlung entscheiden sich immer mehr Unternehmen aufgrund sehr hoher liquider Mittel für Sonderausschüttungen. Sie dienen der Kapitalherabsetzung: Bei diesem Vorgang wird ein bestimmter Betrag pro Aktie festgelegt und an die Anteilseigner ausbezahlt.

Neben der regulären Auszahlung entscheiden sich immer mehr Unternehmen aufgrund sehr hoher liquider Mittel für Sonderausschüttungen. Sie dienen der Kapitalherabsetzung: Bei diesem Vorgang wird ein bestimmter Betrag pro Aktie festgelegt und an die Anteilseigner ausbezahlt.

Interessant ist dies für Aktionäre besonders deshalb, weil die Sonderausschüttung bis zum gesetzlichen Freibetrag steuerfrei ist. Diese Sonderdividende wird allerdings zum Ausschüttungsstichtag vom aktuellen Aktienkurs abgezogen. Somit fällt der Wert des Papiers um die Höhe der Sonderausschüttung. Folglich entsteht dem Anleger zunächst weder Gewinn noch Verlust. Wird die Aktie danach zu dem niedrigeren Kurswert verkauft, kann der entstehende, scheinbare Verlust steuerlich angerechnet werden.

Onvista: 3,75 Euro Sonderausschüttung

Das Finanzportal Onvista ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen und wird im Jahr 2006 voraussichtlich einen Gewinn von rund zwei Millionen Euro ausweisen können. Die Kölner kündigten eine Sonderausschüttung von 3,75 Euro je Aktie an, das Geld wird allerdings nicht vor 2007 ausbezahlt. Dadurch soll der hohe, ungenutzte Finanzbestand von rund 40 Millionen auf 14,3 Millionen Euro reduziert werden. Fundamental steht Onvista besonders durch das gestiegene Börseninteresse wieder glänzend da. Nach den besser als erwarteten Zahlen ist die Aktie bereits deutlich gestiegen, was allerdings noch nicht das Ende der Fahnenstange sein dürfte. Mittelfristig sollte die gute Unternehmensentwicklung der Notierung weiterhin Auftrieb verleihen und Kurse jenseits der 16-Euro-Marke ermöglichen.

Atoss: 5,50 Euro Sonderausschüttung

Das kleine Softwarehaus Atoss konnte im Geschäftsjahr 2005 einen Umsatz von 20,4 Millionen Euro und einen Vorsteuergewinn von 0,6 Millionen Euro ausweisen. Die liquiden Mittel sind um fünf Prozent auf 27,8 Millionen Euro gewachsen. Pro Aktie werden demnach 7,21 Euro alleine durch das Bargeld des Unternehmens abgedeckt. Von diesen „nicht betriebsnotwendigen Mitteln“ sollen 5,50 Euro je Aktie an die Eigner ausgeschüttet werden, was einer aktuellen Rendite von 39,8 Prozent entspricht. Dieser Schritt muss noch auf der Hauptversammlung genehmigt werden, erst dann sollte auch ein Termin für die Kapitalherabsetzung genannt werden.

Fazit

Aufgrund der Unternehmensgröße eignen sich beide Aktien nur für spekulative Anleger. Bleibt das Börsenumfeld positiv, besteht erhebliches Potenzial für weitere Kurssteigerungen. Die Sonderausschüttungen, die vor allem aus steuerlichen Gründen interessant sind, dürften den Werten zusätzliche Aufmerksamkeit und Nachfrage bescheren, auch wenn die Kapitalmaßnahmen noch lange auf sich warten lassen.

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