KOPPERS HOLDINGS DL-,01
- DER AKTIONÄR

Rekordprofit mit zäher schwarzer Masse

Koppers verdient sich eine goldene Nase. Der fast einhundert Jahre alte Spezialchemieanbieter aus Pittsburgh/-Pennsylvania ist weltweit einer der führenden Hersteller von Steinkohlenteer. Diese zähe schwarze Masse wird von vielen Industrien gebraucht. Besonders hoch ist die Nachfrage in der Stahlindustrie, wo Teer zur Aluminiumherstellung benötigt wird.

In den Medien fristet der Spezialchemieanbieter Koppers ein Schattendasein. Dabei läuft das Geschäft des Milliardenkonzerns auf Hochtouren. Umsatz und Gewinn wachsen zweistellig.

Koppers verdient sich eine goldene Nase. Der fast einhundert Jahre alte Spezialchemieanbieter aus Pittsburgh/-Pennsylvania ist weltweit einer der führenden Hersteller von Steinkohlenteer. Diese zähe schwarze Masse wird von vielen Industrien gebraucht. Besonders hoch ist die Nachfrage in der Stahlindustrie, wo Teer zur Aluminiumherstellung benötigt wird. Eisenbahngesellschaften und Häfen treiben das Geschäft ebenfalls an. Mit Steinkohlenteer werden unter anderem hölzerne Bahnschwellen und Pfeiler in Hafenanlagen konserviert.

Rekordprofit und starker Ausblick

Von Januar bis März schoss der Umsatz bei Koppers von 264,6 Millionen auf 321,1 Millionen Dollar. Das entspricht einem Plus von 21 Prozent. Netto blieb die Rekordsumme von 10,5 Millionen Dollar hängen. Anlässlich des exzellenten Entwicklung hob Vorstandschef Walter W. Turner die Prognose für das laufende Jahr an: Er stellte Anfang Mai ein Umsatzplus zwischen zehn und 13 Prozent in Aussicht, zuvor hatte er lediglich sieben bis zehn Prozent angepeilt. Das operative Ergebnis soll nach seiner jüngsten Ankündigung um elf bis 14 Prozent wachsen – nach zuvor acht bis elf Prozent.

Prognoseanhebung möglich

Wenn Koppers am 9. August die Zahlen für das zweite Quartal vorlegt, rechnet DER AKTIONÄR mit einer erneuten Anhebung der Prognosen. Obwohl die Aktie bei Privatanlegern kaum im Fokus steht, läuft der Kurs wie am Schnürchen nach oben. Hauptsächlich institutionelle Investoren greifen beherzt zu. Seit Anfang September 2006 hat sich die Notiz verdoppelt. Aber der Titel ist immer noch ein Schnäppchen. Der Börsenwert beträgt ganze 669 Millionen Dollar. Dabei sollten im laufenden und nächsten Jahr durchaus 1,3 Milliarden beziehungsweise 1,4 Milliarden Dollar Umsatz durch die Bücher laufen. Mit den Cashzuflüssen aus dem Kerngeschäft baut das Management in erster Linie Schulden ab und schüttet eine Dividende von 0,68 Dollar je Aktie aus, was immerhin eine Rendite von 2,1 Prozent einbringt. Zudem hält die Führungsspitze nach Übernahmekandidaten Ausschau.

Langfristig interessant

Das 2008er-KGV von Koppers beträgt 15. Darin sind mögliche Prognoseanhebungen noch gar nicht enthalten. Die Aktie bietet sich wegen der breiten Branchenabdeckung und des moderaten KGVs als Langfristinvestment an.

Kursziel bei Koppers: 32,00 Euro. Stopp: 18,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 31/2007.

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