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- DER AKTIONÄR

Rekordfusion in der Chemiebranche – BASF zeigt sich gelassen

Nun ist es amtlich: Die US-Großkonzerne Dupont und Dow Chemical schließen sich zusammen. Wie die Unternehmen am Freitag gemeinsam mitteilten, entsteht so zunächst der weltgrößte Chemiekonzern noch vor dem bisherigen Spitzenreiter BASF. Der deutsche Konkurrent hat keine Angst vor dem mächtigen Rivalen.

Riesen-Deal

Es ist die größte Firmenhochzeit in der Geschichte der Chemiebranche. Dabei entsteht ein Branchengigant mit einer Marktkapitalisierung von rund 130 Milliarden Dollar. Nach dem Zusammengehen soll innerhalb von 18 bis 24 Monaten die Aufspaltung in drei einzelne, jeweils börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe erfolgen. Der Zusammenschluss soll bereits innerhalb der ersten 24 Monate zu Synergien von rund drei Milliarden Dollar führen. Mit einem Abschluss wird den Angaben zufolge im zweiten Halbjahr 2016 gerechnet, wenn die zuständigen Behörden zustimmen.

BASF bleibt optimistisch

BASF sieht sich für die neue Konkurrenzsituation gut gerüstet. „Wir sehen keine signifikante Überschneidung in Bezug auf das kombinierte Portfolio von Dow und Dupont verglichen mit BASF", teilte das Unternehmen mit. BASF habe eine starke Position in der Chemieindustrie und belege in 70 Prozent ihrer Geschäftsfelder einen der ersten drei Plätze. Das Unternehmen werde seine unter anderem auf Innovationen und Expansion in Wachstumsmärkte ausgerichtete Strategie beibehalten, mit dem Ziel, bei Umsatz und Ergebnis stärker zu wachsen als die globale Chemieproduktion. Vor allem bei Pflanzenschutz habe BASF eine gute Innovations-Pipeline und eine relevante Unternehmensgröße, um erfolgreich am Markt zu sein.

Langfristig Top-Aktie

Auch wenn BASF zunächst nicht mehr der weltgrößte Chemiekonzern ist: DER AKTIONÄR bleibt zuversichtlich gestimmt. Der Konzern glänzt mit einer breiten Produktpalette, einer starken Marktstellung in zahlreichen attraktiven Märkten, einem starken Management und einer soliden Bilanz. Trotz der Rekordfusion wird BASF auf der Erfolgsspur bleiben. Die Bewertung des Qualitäts-Unternehmens ist mit einem KGV von 13 weiterhin günstig. Zudem lockt die stattliche Dividendenrendite von vier Prozent. Allerdings sollten Neuanleger aufgrund der angespannten charttechnischen Lage eine Bodenbildung abwarten.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


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