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Reine Chefsache

Er kauft und kauft und kauft..."Wenn ich mehr Mittel zur Verfügung hätte, würde ich die Gesellschaft komplett übernehmen und von der Börse nehmen!", so Vorstandschef Detlef W. Hübner, der allein seit Jahresbeginn mehr als 520.000 D.Logistics-Aktien im Wert von rund einer Million Euro hinzugekauft und damit seinen Anteil auf fast 36 Prozent ausgebaut hat.

Kaum ein Unternehmenslenker zeigt sich von seiner Gesellschaft so überzeugt wie D.Logistics-Chef Detlef W. Hübner.

Er kauft und kauft und kauft..."Wenn ich mehr Mittel zur Verfügung hätte, würde ich die Gesellschaft komplett übernehmen und von der Börse nehmen!", so Vorstandschef Detlef W. Hübner, der allein seit Jahresbeginn mehr als 520.000 D.Logistics-Aktien im Wert von rund einer Million Euro hinzugekauft und damit seinen Anteil auf fast 36 Prozent ausgebaut hat.

Führende Marktstellung

Die Fehler aus der Expansionsphase nach dem Börsengang sind abgehakt, inzwischen konzentriert sich die Beteiligungsholding auf ihre Kernkompetenzen im Logistiksektor. Neben den beiden Geschäftsfeldern Konsumgüterverpackung und Lagerlogistik hat sich vor allem die margenstärkste Sparte Industriegüterverpackung zum Aushängeschild des Konzerns gemausert. D.Logistics zählt in diesem Bereich bereits jetzt zu den führenden Anbietern weltweit. Gezielte Akquisitionen sollen helfen, diese Marktstellung in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Mit der Senkung der Nettofinanzverschuldung auf rund 40 Millionen Euro sowie einer Eigenkapitalquote von annähernd 40 Prozent sind die Voraussetzungen für diese Expansion geschaffen.

Ehrgeizige Ziele

Noch hat D.Logistics keine Geschäftszahlen für 2006 veröffentlicht, nach Schätzungen des AKTIONÄRS dürfte die Gesellschaft mit einem Nettoergebnis von mehr als zehn Millionen Euro jedoch das höchste Jahresergebnis der Firmengeschichte ausweisen. Nachdem im Vorjahr Beteiligungsverkäufe das Ergebnis positiv beeinflusst haben, soll auch 2007 die Veräußerung einzelner Randbeteiligungen einen Gewinn in ähnlicher Größenordnung ermöglichen, wobei das operative Ergebnis um mindestens 20 Prozent zulegen soll. Ab dem Jahr 2008 peilt der Vorstand auch ohne Sondererträge einen Jahresüberschuss in zweistelliger Millionenhöhe an. Bis zum Jahr 2010 will Hübner die jährlichen Umsätze auf rund 450 Millionen Euro und die operative Rendite auf fünf bis sieben Prozent steigern. Mit einem angepeilten organischen Wachstum von mindestens sechs Prozent pro Jahr würde D.Logistics deutlich schneller wachsen als der Logistikmarkt.

Eine Frage des Vertrauens

Berücksichtigt man, dass D.Logistics in den Jahren 2006 bis 2009 einen kumulierten Nettogewinn von mindestens 40 Millionen Euro – und damit mehr als die Hälfte des jetzigen Börsenwerts – ausweisen will, wird die Unterbewertung des Konzerns deutlich. Gelingt es dem Vorstand verloren gegangenes Vertrauen am Kapitalmarkt zurückzugewinnen, dürfte die monatelange Seitwärtsbewegung der Aktie der Vergangenheit angehören.

Kursziel bei D.Logistics: 2,50 Euro. Stopp: 1,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 13/2007.

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