Realtech
- Jochen Kauper - Redakteur

REALTECH AG: Schwache Zahlen und Übernahmespekulationen

Der IT-Dienstleister REALTECH kann mit den Zahlen für das erste Halbjahr nicht wirklich glänzen. Zudem kassiert der Vorstand die Prognosen für das Gesamtjahr. Lediglich Übernahmespekulationen im IT-Sektor rechtfertigen einen Blick auf die Aktie.

Die REALTECH AG hat in den ersten sechs Monaten den Umsatz um drei Prozent auf 18,9 Millionen Euro nach oben geschraubt. Verantwortlich für den Zuwachs bei den Erlösen war das Segment Consulting. Hier konnten mit 12,3 Millionen Euro vier Prozent mehr umgesetzt werden. Dagegen stagnierte das Segment Software bei 6,1 Millionen Euro.

Vorstand rudert zurück
Weniger erfreulich entwickelte sich das EBIT. Das Minus vergrößerte sich von 0,6 auf 0,9 Millionen Euro. Verantwortlich dafür waren Investitionen in neue Mitarbeiter sowie die schwache Ertragskraft im Segment Consulting. Auch zeigten sich verzögerte Software-Verkäufe für das schwächere EBIT verantwortlich. Trotzdem rechnet der Vorstand im laufenden Geschäftsjahr mit einem positiven EBIT. Allerdings rudert auch Dr. Rudolf Caspary zurück. Aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage geht RELATECH davon aus, die gesteckten Ertragsziele für die zweite Jahreshälfte nicht erreichen zu können.

Übernahmespekulationen

Die Aktie von REALTECH könnte allerdings aufgrund von Übernahmespekulationen durchaus in Zukunft wieder ins Rampelicht rücken. Medienberichten zu Folge wollen IT-Firmen aus Indien in Zukunft kräftig investieren. Tata Consultancy Services (TCS) etwa will einen dreistelligen Millionenbetrag für Übernahmen von IT-Dienstleistern in die Hand nehmen. In Deutschland beispielsweise gibt es mehrere kleine IT-Dienstleister, die auf die SAP-Programme spezialisiert sind, unter anderem REALTECH.

Maximal abstauben

Das Unternehmen verfügt zwar über hohe liquide Mittel. Derzeit rechtfertigen allerdings nur mögliche Übernahmespekulationen einen Einstieg. Anleger, die darauf setzen wollen,  sollten mit einem Abstauberlimit im Bereich um 4,50 Euro agieren. Aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung ist die Aktie dagegen derzeit nicht kaufenswert.

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