Wacker Neuson
- Michael Schröder - Redakteur

AKTIONÄR Hot-Stock Wacker Neuson vor den Zahlen: Darauf kommt es morgen an

Am morgigen Donnerstag gewährt AKTIONÄR Hot-Stock Wacker Neuson einen Einblick in die jüngste Geschäftsentwicklung. Dabei wird der Baumaschinenhersteller auch eine Einschätzung für den Geschäftsverlauf in den kommenden Monaten abgeben. Fällt der Ausblick von Vorstand Martin Lehner nicht zu verhalten aus, dann sollte die Aktie ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen und einen erneuten Versuch starten, die 21-Euro-Marke nachhaltig zu überwinden.

Aus operativer Sicht dürfte 2018 ein erneutes Rekordjahr für Wacker Neuson gewesen sein. Selbst wenn die Münchner nur das untere Ende ihrer Prognosen erreichen, sollte ein EBIT von 150 Millionen Euro und damit der höchste Wert in der Firmengeschichte zu Buche stehen. Vorstand Martin Lehner rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von acht bis elf Prozent – also mit Erlösen zwischen 1,65 Milliarden und 1,7 Milliarden – und einer EBIT-Marge von neun bis zehn Prozent.

DER AKTIONÄR erwartet sogar noch einen Schnaps mehr. Zudem dürfte sich der positive Trend aus heutiger Sicht im laufenden Jahr fortsetzen. Die Nachfrage in den wichtigsten Zielmärkten Bau- und Landwirtschaft ist weiter intakt, die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Das Gros der Umsätze generiert die Gesellschaft in Europa, vor allem mit kleinen Baufahrzeugen und Kompaktmaschinen. Das größte Wachstumspotenzial liegt aber in den USA und in Asien. Die Margen in den beiden Regionen liegen noch weit unterhalb von denen in Europa.

 

DER AKTIONÄR hat zuletzt bei Wacker Neuson die Ausschüttung einer Sonderdividende in Aussicht gestellt. Mittlerweile hat das Unternehmen eine entsprechende Mitteilung veröffentlicht. Besonders erfreulich: Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung am 29. Mai nicht nur 0,30 Euro je Aktie zusätzlich ausschütten, es sollen sogar 50 Cent werden. Damit will der Baumaschinenhersteller 2018 seine Aktionäre mit 1,10 Euro je Aktie am Gewinn beteiligen. Daraus resultiert eine Dividendenrendite von starken 5,4 Prozent.

Anfang Februar hatte DER AKTIONÄR in Ausgabe 06/19 die Aktie von Wacker Neuson als „Hot-Stock der Woche“ vorgestellt. Tenor: „Konjunkturängste und Probleme mit den Zulieferern ließen die Aktie 2018 tief fallen. Diese Übertreibung bietet nun eine ausgezeichnete Einstiegsgelegenheit.“ Die Aktie hat sich im Anschluss von ihren Tiefstständen lösen können, ist aber am charttechnischen Widerstandsbereich bei 21 Euro wieder nach unten abgeprallt.

Das Fazit hat Bestand: Mit der Optimierung der Lieferkette hat Wacker Neuson ein wichtiges Hindernis aus dem Weg geräumt, um die Profitabilität nachhaltig zu steigern. Die Internationalisierung sollte helfen, das Wachstumstempo hoch zu halten. Fällt der Ausblick mit den Zahlen für 2018 am morgigen Donnerstag (14. März) nicht zu verhalten aus, dann sollte die Aktie ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen. Bleiben tiefgreifende Einschläge an der Konjunkturfront aus, dürfte Wacker Neuson den Börsenwert in den kommenden zwölf Monaten weiter nachhaltig steigern.

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