Sixt
- Michael Schröder - Redakteur

Real-Depot-Wert Sixt vor Zahlen: Wachstumsmotor läuft auf Hochtouren – „BuyNow“ mit Ziel 50 Euro

Deutschlands größter Autovermieter Sixt hat im vergangenen Jahr dem Vernehmen nach mehr Geld verdient als je zuvor. Das dürften die am morgigen Dienstag (15. März) zur Veröffentlichung stehenden Zahlen für das abgelaufene Jahr belegen. Treiber war das klassische Vermietgeschäft, aber auch das Carsharing-Projekt „DriveNow“ nimmt Fahrt auf.


Sixt macht rund die Hälfte seines Geschäfts im Inland – treibt seine Internationalisierung in Europa aber konsequent voran. Zudem blickt Sixt auch weiter über den großen Teich. Der hart umkämpfte US-Markt verfügt bei einem Volumen von 25 Milliarden Dollar über enormes Potenzial, selbst wenn nur ein niedriger einstelliger Marktanteil erreicht würde.

Aktuell führt der Konzern 71 Stationen. Dabei konzentriert sich Sixt anders als viele Wettbewerber vor Ort auf ein Premiumangebot und will vor allem mit freundlichem Service punkten. Großes Wachstumspotenzial gibt es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten vor allem an den großen Flughäfen. Langfristig könnte der US-Markt damit sogar dem Heimatgeschäft den Rang ablaufen.

Richtig Fahrt nimmt auch das gemeinsam mit BMW betriebene Carsharing-Projekt „DriveNow“ auf. Das Teilen und gemeinsame Fahren eines Autos boomt. Vor allen in Großstädten steigen die Nutzerzahlen dynamisch. Allein 2015 kamen 190.000 Kunden dazu. Auf operativer Basis ist das Joint Venture mit rund 580.000 registrierten Nutzern (Stand 31. Dezember 2015) und 4.000 Fahrzeugen schon profitabel.

Ein Trend spielt Sixt dabei in die Karten: Vor allem bei jungen Menschen steht das eigene Auto nicht mehr so hoch im Kurs wie früher. Das Car-Sharing breitet sich daher in Deutschland weiter aus und gewinnt rasant an Kunden. Insgesamt wurden 1,26 Millionen Nutzer registriert, das sind 220.000 mehr als 2014. Besonders stark war das Wachstum bei den stationsunabhängigen Anbietern wie eben DriveNow. Das sogenannte Free-Floating, bei dem Fahrer das Auto in den Innenstädten an beliebigen Orten abstellen können, verzeichnete einen Zuwachs um rund 20 Prozent auf rund 830.000 Kunden. Damit wächst Sixt hier auch deutlich schneller als der gesamte Markt.

Im dritten Quartal hat Sixt das Wachstumstempo gegenüber dem ersten Halbjahr noch einmal beschleunigt. Auch im vierten Quartal dürfte die Nachfrage in der Autovermietung sowie die Auslastung der Vermietflotte hoch geblieben sein. Vorstand Erich Sixt strebt für das Gesamtjahr 2015 ein Konzern-EBT in Höhe von mindestens 180 Millionen Euro (Vorjahr: 157 Millionen Euro) an. DER AKTIONÄR erwartet bei einem Umsatz von 2,17 Milliarden Umsatz ein EBIT von mehr als 210 Millionen Euro. Unter dem Strich dürfte ein Gewinn je Stammaktie von 2,39 Euro. Die Dividende dürfte auf 1,30 Euro je Stammaktie (Vorjahr: 1,20 Euro) erhöht werden.  


Angesichts der kurzen Vorlauffrist beim Automieten fällt eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr schwer. Eins ist aber sicher: Der Ausblick Konzernchef Erich Sixt morgen dürfte gewohnt konservativ ausfallen. Im laufenden Jahr sollten bereits knapp 2,4 Milliarden Euro Umsatz zu Buche stehen und ein Gewinn je Aktie von mindestens 2,66 Euro erreicht werden. Daraus würde ein im Peergroup-Vergleich günstiges 2016er-KGV von 16 resultieren.

Der Sixt-Motor läuft auf Hochtouren. Der Konzern gewinnt immer mehr Marktanteile. Trotz kostenintensiver Internationalisierung legt das Ergebnis nachhaltig zu. Die Zahlen dürften der im SDAX notierten Stammaktie weiteren Auftrieb geben und den Kurs  Richtung 50 Euro treiben.

Das Real-Depot versucht durch kurz- und mittelfristige Investitionen in aussichtsreiche Aktien zum Erfolg zu kommen. Dabei stehen Trading-Chancen aus charttechnischer Sicht, aufgrund von positivem Newsflow oder anderen Sondersituationen im Fokus. Für zusätzliches Potenzial sorgt der Handel mit Hebelprodukten. Deshalb richtet sich das Depot vor allem an spekulativ orientierte Anleger. Interessiert? Dann holen Sie sich ein Probe-Abo und testen Sie für drei Monate das Real-Depot.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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