König + Bauer
- Michael Schröder - Redakteur

Real-Depot-Wert Koenig & Bauer im Aufwind: Vorstand zufrieden, Analysten bullish und Aktie vor Kaufsignal

Die Aktie von Koenig & Bauer markierte in der letzten Woche bei 33,56 Euro ein Jahreshoch. Doch auf diesem Niveau dürfte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Fundamental befindet sich der Druckmaschinenhersteller wieder auf Wachstumskurs.

Nach harten Sparmaßnahmen schreiben Koenig & Bauer wieder schwarze Zahlen. „Ohne konkrete Zahlen nennen zu können, lässt sich sagen, dass sich alles erwartungsgemäß entwickelt“, so Vorstand Claus Bolza-Schünemann im Gespräch mit dem AKTIONÄR. „Außerdem spüren wir kein Drupa-Loch, also die Kaufzurückhaltung, wie sie bei einigen Kundengruppen in den Monaten vor der weltgrößten Branchenmesse häufig anzutreffen war.“ Der Auftragsbestand hat sich im Vorjahr um 38 Prozent erhöht. Der Auftragseingang im vierten Quartal 2015 wuchs um zwölf Prozent. Das ist sehr stark, da Kunden in der Regel die Druckmaschinenmesse Drupa (31. Mai bis 10. Juni) abwarten, bevor sie neue Teile bestellen.

„Nach dem Abschluss des Umbauprogramms Fit@All und der Einführung der neuen Gesellschaftsstruktur steht nun die strategische Weiterentwicklung der Gruppe und das Wachstum in Zukunftsmärkten wie dem Verpackungs- und Digitaldruck im Fokus“, richtet der Firmenlenker seinen Blick nach vorne. Der Konzern hatte 2015 weltweit 1.300 Stellen abgebaut und die Produktpalette im Zuge der Zeitungskrise umgebaut. Im Verpackungsgeschäft, das bereits für rund 70 Prozent der Erlöse steht, will der Vorstand Marktanteile gewinnen: „Spielraum dafür gibt es durch das wachsende globale Verpackungsvolumen und die gezielte Nutzung unseres internationalen Vertriebsnetzwerks.“

Auch wenn sich die Aktie heute im Konsolidierungsmodus befindet, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es weiter in Richtung 40 Euro geht. Die Analysten der Privatbank Hauck & Aufhäuser kommen zu einem ähnlichen Fazit. Koenig & Bauer habe ein herausragendes viertes Quartal 2015 hinter sich, so Henning Breiter. Vor allem der Auftragsentwicklung macht Lust auf mehr. Die Planvorgaben für 2016 erschienen zu konservativ. Breiter hat die Einstufung daher auf "Buy" mit einem Kursziel von 43 Euro belassen.

Mit dem Sprung über den Widerstand bei 33 Euro würde die Aktie ihre Konsolidierung auf hohem Niveau beenden. Das nächste Ziel auf dem Weg Richtung 40 Euro und mehr wäre das Rekordhoch im Bereich von 36 Euro.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

 

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