Raiffeisen International
- Thorsten Küfner - Redakteur

RBI-Finanzvorstand: Bewertung unserer Aktie ist „absurd“

Die Aktie der Raiffeisen Bank International (RBI) kennt seit knapp einem Monat nur eine Richtung. In diesem Zeitraum hat das Papier der Großbank fast ein Drittel an Wert verloren. Zugegeben, es gab zuletzt auch schlechte Nachrichten aus Wien. So musste der Konzern kürzlich einräumen, 2014 wohl einen Verlust ausweisen zu müssen – den ersten in der Firmengeschichte. Dem stark auf die zentral- und osteuropäischen Märkte fokussierten Kreditinstitut machen vor allem die Töchter in Ungarn, Russland und in der Ukraine zu schaffen.
Doch trotz dieser Probleme und dem Abrutschen in die roten Zahlen hält Finanzvorstand Martin Grüll den Kurssturz für überzogen. Auf der Gewinnmesse in Wien erklärte Grüll, man werde 2015 wieder einen Gewinn im mittleren dreistelligen Millionenbereich erzielen. Zudem blicke man den anstehenden Ergebnissen des Stresstests (26. Oktober) „mit großer Zuversicht“ entgegen. Die Tatsache, dass die RBI-Aktie derzeit lediglich mit dem halben Buchwert bewertet werde, bezeichnete Grüll als „absurd“.

Eine äußerst günstige Aktie

Die RBI-Aktie ist mit einem KBV von 0,5 und einem 2015er-KGV von 7 tatsächlich ein äußerst günstiges Papier. Mutige Anleger können daher zugreifen. Allerdings sollte zunächst eine Bodenbildung abgewartet werden. Der Stoppkurs sollte bei 11,80 Euro platziert werden.
Welche andere attraktive Aktien aus Österreich Anleger genauer unter die Lupe nehmen sollten, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe 43/2014. Hier bequem als ePaper erhältlich.

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