MAN
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Razzia bei MAN: Verdacht der Preisabsprache

MAN ist neben Scania und Daimler wieder im Visier der Kartellbehörden. In einigen Ländern sind Büros der LKW-Bauer durchsucht worden. Das Trio steht im Verdacht, sich bei Preisen abgesprochen zu haben. Die Anleger sind nur leicht verunsichert.

Die EU-Kommission ermittelt gegen die Lastwagenhersteller MAN, Scania und Daimler wegen möglicher Preisabsprachen. Alle drei Hersteller sicherten den EU-Wettbewerbshütern eine umfassende Zusammenarbeit zu. Es gibt derzeit keinerlei Informationen über den Inhalt der Vorwürfe. Als wahrscheinlich gilt in Branchenkreisen, dass die Kommission mögliche Verletzungen des Kartellrechts durch Preisabsprachen untersucht. Bereits im September 2010 waren die drei LKW-Bauer im Visier der Kartellbehörden.

Der Gewinnmotor brummt

Was an den Vorwürfen dran ist, weiß keiner. Sicher ist aber, dass es bei MAN operativ wieder rund läuft. Für das nun abgelaufene Geschäftsjahr 2010 erwartet der LKW-Bauer einen operativen Gewinn von rund einer Milliarde Euro. Genaue Zahlen werden am 01. März erwartet. Auch für 2011 stehen die Zeichen auf Wachstum. Vor allem in Lateinamerika wird ein Nachfrageboom erwartet.

Weiterhin positiv

Anleger sollten sich von der Untersuchung nicht allzu sehr verunsichern lassen. Aus fundamentaler und charttechnischer Sicht ist die Aktie weiterhin ein Kauf. Zwar verschnauft das Papier derzeit ein wenig - ein Überwinden des alten Zwischenhochs bei rund 98 dürfte die Aktie aber sehr schnell Richtung mittelfristiges Kursziel bei 110 Euro treiben. Ein Stopp bei 74 Euro sichert ab.

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