Raytheon
- Benedikt Kaufmann

Raytheon: Raketenhafter Aufstieg

Neue Krisenherde und weltweite Aufrüstung – die Rüstungsindustrie boomt. Die Aktien der Branche erleben, getrieben von positiven News im Umfeld des Nato-Gipfels und der Farnborough Airshow, neuen Schwung. Doch kann das Wachstum mithalten?

Mit Pauken und Trumpeten

Traumhafte Wochen für die Aktien der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie. Erst der Nato-Gipfel: Hier markierte US-Präsident Donald Trump den starken Mann und schmückte sich selbst mit den Erfolgen anderer. So war das Ziel, die Wehrausgaben auf mindestens zwei Prozent der Wirtschaftskraft zu steigern, bereits vor dem Gipfel beschlossene Sache. Als Trump jedoch medienwirksam von seinen „unglaublichen Fortschritten“ fabulierte, rückte er auch Tatsachen wieder in den Fokus. Es wird wieder aufgerüstet. Weltweit.

Dann folgte die Farnborough Airshow: Bereits an den ersten Messetagen sicherten sich die Flugzeugbauer Airbus und Boeing neue Milliardenverträge. Doch auch andere Luftfahrtkonzerne konnten mit neuen Aufträgen und Neuentwicklungen glänzen. Einen besseren Newsflow können sich die Firmen der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie kaum wünschen. Die Aktien ziehen an und in der Top-10-Liste steigt der Sektor von Platz 19 auf 9.

Rüstungsprofiteur Raytheon

Die positive Stimmung innerhalb der Branche schwappt dabei auch auf einen AKTIONÄR-Favoriten namens Raytheon über. Die Aktie des Rüstungskonzerns legt nach einer rasanten Kursrallye aktuell eine Verschnaufpause ein. Charttechnisch bildet sich jedoch ein Boden im Bereich von 193 Dollar. Noch ist der kurzfristige Abwärtstrend aber intakt und die 200-Tage-Linie nicht durchbrochen.

Fundamental bleibt die ständige Sorge: Kann Raytheon die Kursgewinne mit gleichbleibend starkem Wachstum stützen? Das Gros der Analysten meint: „Ja!“ Raytheon gilt mit einem ausländischen Auftragseingang von 40 Prozent als das Unternehmen, welches von weltweit wachsenden Wehrausgaben am deutlichsten profitiert. Der Auftragsrückstand beträgt aktuell satte 40 Milliarden Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Analysten entsprechend einen Umsatzzuwachs von 5,6 Prozent auf 26,8 Milliarden Dollar. Im darauffolgenden Jahr sollen 28,3 Milliarden Dollar erwirtschaftet werden – ebenfalls ein Wachstum von 5,6 Prozent.

Die Gewinne sollen dagegen noch stärker zulegen. Im laufenden Jahr werden die Nettogewinne laut Analystenschätzungen um herausragende 28 Prozent anziehen. Grund für die schneller steigenden Gewinne ist die Verbesserung der Profitmargen. So dürfte sich die operative Marge von 15 Prozent im Jahr 2017 auf 19 Prozent im laufenden Geschäftsjahr verbessern. Raytheon konzentriert sich zunehmend auf margenstarke Radarsysteme und hochwertige Elektrobauteile – das führt zur höchsten Gewinnmarge innerhalb der Peergroup.

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Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Autor hält Positionen an Raytheon, die von dieser Publikation profitieren könnten.

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