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Ran an den Speck!

Logitech will weiter wachsen. Die zugrundeliegende Strategie dazu stimmt.Der Ende Juni durchgeführte Aktiensplit im Verhältnis zwei zu eins macht das Papier zudem attraktiver und erhöht gleichzeitig die Liquidität.

Logitech will weiter wachsen. Die zugrundeliegende Strategie dazu stimmt.Der Ende Juni durchgeführte Aktiensplit im Verhältnis zwei zu eins macht das Papier zudem attraktiver und erhöht gleichzeitig die Liquidität.

Von Anja Weingran

Der amerikanisch-schweizerische PC-Zulieferer Logitech zeigt der Konkurrenz, wie man sich im hart umkämpften PC-Markt durchsetzt. Steigende Umsatz- und Gewinnzahlen untermauern Logitechs Erfolg, die kürzlich abgegebene Prognose, den Umsatz bis 2010 auf drei Milliarden Dollar zu verdoppeln, dürfte auch dem noch zwiegespaltenen Anleger Lust auf die Aktie machen. Denn die Prognose ist alles andere als hoch gegriffen: Allein im Geschäftsjahr 2004 steigerte man den Umsatz um 17 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar, besonders stark zeigte sich der Konzern im Einzelhandel. Dank der Positionierung bei den großen Einzelhändlern Media Markt und Wal-Mart nahm der Umsatz in diesem Segment um 27 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar zu.

Dem Trend folgen

Für weiteres Wachstum fährt Logitech eine strikte Produktoffensive. Allein im vergangenen Geschäftsjahr hat man 135 neue Artikel auf den Markt gebracht. Unternehmenschef Guerrino De Luca will sich in den kommenden Jahren gleich auf mehrere Wachstumstrends konzentrieren: Zum einen ist seiner Meinung nach das Kaufpotenzial für kabellose Tastaturen und Mäuse noch lange nicht ausgeschöpft. Auch der Trend hin zur Internettelefonie und zu Online-Videokonferenzen schafft weitere Absatzmärkte für Logitechs Kopfhörer und Webcams. Zudem geht De Luca von einem weiter steigenden Gebrauch mobiler Geräte aus. In einer zunehmend digitalen Welt kann Logitech aus dem Vollen schöpfen.

Kapazitäten schaffen

Die Wachstumsziele des Konzerns stehen auf einer soliden finanziellen Basis. Das Unternehmen verfügt über einen Cash-Bestand von 340 Millionen Dollar. Bereits im vergangenen Jahr hat man begonnen, in die Zukunft zu investieren. Das erklärt auch die Zunahme der Betriebskosten um 26 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr. Die Betriebsmargen konnten dabei aber auf Vorjahresniveau gehalten werden. Logitech wird außerdem in Kürze eine neue Produktionsstätte im Wachstumsmarkt China in Betrieb nehmen. Damit wird die Kapazität im Land der Mitte um 30 Prozent hochgeschraubt.

Im Aufwärtstrend

Logitechs Strategie hat bereits Früchte getragen und sollte dem Unternehmen auch in Zukunft zu weiterem Wachstum verhelfen. Seit knapp drei Jahren befindet sich die Aktie des PC-Zulieferers im intakten Aufwärtstrend. Durchläuft der Kurs das historische Hoch bei 57 Euro, so steht dem weiteren Gang nach Norden nichts mehr im Weg. Der Ende Juni durchgeführte Aktiensplit im Verhältnis zwei zu eins macht das Papier zudem attraktiver und erhöht gleichzeitig die Liquidität.

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