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Raiffeisen-IPO - Traumstart!

Der Börsengang der RZB-Tochter ist ein voller Erfolg: Die Aktien steigen am Nachmittag in der Spitze auf 41,60 Euro - ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis. Die Emission war 22-fach überzeichnet.

Der Börsengang der RZB-Tochter ist ein voller Erfolg: Die Aktien steigen am Nachmittag in der Spitze auf 41,60 Euro - ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis. Die Emission war 22-fach überzeichnet.

Von Martin Weiß

Die Raiffeisen International Bank (ISIN: AT0000606306) hat einen blitzsauberen Start am Wiener Börsenparkett erwischt. Nach der Erstnotiz bei 39,00 Euro stieg die Aktie im frühen Handel zügig weiter bis auf 41,60 Euro. Bei hohen Umsätzen lag der erste Kurs mit 39,00 Euro um 20 Prozent über dem Ausgabepreis von 32,50 Euro. Bereits in der Eröffnungsphase wechselten mehr als 2,7 Millionen Papiere den Besitzer. Ab kommenden Donnerstag werden die Aktien im österreichischen Leitindex ATX gelistet, der dann 22 statt wie bisher 21 Titel umfasst.

Emission 22fach überzeichnet

Der Börsengang der Osteuropa Holding der Raiffeisen Zentralbank Österreich (RZB) war 22fach überzeichnet und stellt mit einem Emissionsvolumen von 1,1 Milliarden Euro (inklusive Mehrzuteilungsoption) den größten Börsengang in Österreichs Geschichte dar. Händler nannten die kräftigen Kursaufschläge "erwartungsgemäß". "Die Nachfrage nach den Titeln war enorm, gerade auch seitens der Kleinanleger", sagte ein Marktbeobachter. Den angebotenen 29,8 Millionen Aktien (ohne Mehrzuteilung) standen Kaufgesuche für 680 Millionen Anteilsscheine gegenüber. Privatinvestoren hatten allein 34 Millionen Aktien geordert.

Expansion in Osteuropa

Basierend auf dem aktuellen Aktienkurs errechnet sich für die Osteuropa Holding ein Börsenwert von knapp 5,7 Milliarden Euro. Größter Anteilseigner nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption ist die RZB, die 70 Prozent an der Tochter hält. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und die Weltbank-Tochter IFC verfügen gemeinsam über sechs Prozent der Anteile, der Rest befindet im Streubesitz. Die RZB will den Erlös aus der Platzierung (rd. 680 Millionen Euro) in die Expansion des Osteuro-Geschäfts stecken. Die RZB-Tochter ist mit Filialen in 15 osteuropäischen Ländern vertreten und verfügt über fünf Millionen Kunden.

 

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