Nanogate
- DER AKTIONÄR

Quantensprung

Trotz guter Nachrichten am laufenden Band kommt die Aktie der Saarbrücker Nanogate AG nicht so recht vom Fleck. Zu Unrecht, denn die AKTIONÄRS-Empfehlung aus Ausgabe 12/2007 hat dank namhafter Partner wie Giesecke & Devrient, Clariant oder Ceradyne/ESK Ceramics verlockende Wachstumsperspektiven. Vorstandschef Ralf Zastrau verrät, welches Potenzial die neu patentierte Optik-Technologie hat.

Nachdem Nanogate vor Kurzem ein Patent für die Nanotechnologie Dotfarm Optics erhielt, haben die Saarbrücker einen weiteren Milliardenmarkt im Visier.

Trotz guter Nachrichten am laufenden Band kommt die Aktie der Saarbrücker Nanogate AG nicht so recht vom Fleck. Zu Unrecht, denn die AKTIONÄRS-Empfehlung aus Ausgabe 12/2007 hat dank namhafter Partner wie Giesecke & Devrient, Clariant oder Ceradyne/ESK Ceramics verlockende Wachstumsperspektiven. Vorstandschef Ralf Zastrau verrät, welches Potenzial die neu patentierte Optik-Technologie hat.

DER AKTIONÄR: Herr Zastrau, Nanogate hat ein neues Patent im Optikbereich erhalten. Was kann diese neue Nanotechnologie?

RALF ZASTRAU: Dotfarm Optics ist eine komplett neue Technologieplattform, mit der man Optiken völlig frei programmieren kann. Dabei handelt es sich um Nanomaterialien, die sich extrem günstig verarbeiten lassen. Man schafft es, in Bruchteilen von Sekunden eine hochpräzise optische Struktur aufzubauen, sogenannte optische Gitter. Dadurch können wir Licht in einer völlig neuen Form lenken und leiten. Dahinter verbergen sich unter Umständen sehr große Märkte. Bei jedem Display etwa muss die Hintergrundbeleuchtung gelenkt werden. Dafür werden zur Zeit komplexe Folien eingesetzt, die unsere Technologie ersetzen könnte.

Wie schätzen Sie das Umsatzpotenzial für Nanogate ein?

Die Technologie hat allein im Display-Bereich ein Marktvolumen von zwei Milliarden Euro. Für Nanogate ist ein Umsatzpotenzial im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich realistisch.

Welche Margen sind für derartige Anwendungen realistisch?

Wir haben zur Zeit eine Rohmarge zwischen 60 und 70 Prozent. Bei dieser Anwendung rechne ich grundsätzlich auch mit Margen in dieser Höhe. Im Falle von Lizenzmodellen, wo wir uns noch verstärken wollen, könnten wir noch eine höhere Marge realisieren.

Welche Fortschritte macht Nanogate bei der internationalen Expansion?

Im wichtigen US-Markt ist uns der Markteintritt bereits erfolgreich gelun-gen, indem wir mit einem führenden Badausstattungsunternehmen einen mehrjährigen Kooperationsvertrag geschlossen haben. Wir haben eine Technologie entwickelt, um etwa Glasoberflä­chen mit einer unsichtbaren, wasser-, kalk- und schmutzabweisenden, vor Glaskorrosion schützenden und leicht zu reinigenden Oberfläche auszustatten.
Um Partner für unsere Optik-Technologie zu finden, führen wir zur Zeit Gespräche in Asien. Wir erwarten auch, dass in den nächsten Monaten die eine oder andere Partnerschaft entsteht.

Kleine Teilchen ganz groß

Die bestehenden Kooperationen sind bereits ein echtes Qualitätssiegel für die Saarbrücker Nanotechniker. Die neue Optik-Technologie könnte für Nanogate einen Quantensprung bedeuten, der mittel- bis langfristig zu einer Umsatzverdopplung führen könnte. Dann würde sich aufgrund der hohen Margen das KGV dem einstelligen Bereich annä­hern. Die Aktie dürfte bald wachgeküsst werden.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 43/2007.

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