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QSC verringert Fehlbetrag im ersten Quartal

Die heute bekannt gegebenen Geschäftszahlen entsprechen im Wesentlichen den vorläufigen vom 9. Mai 2005. Allerdings traut sich der Kölner Telekomdienstleister beim Umsatz noch etwas mehr zu und hob die Prognose leicht an.

Die heute bekannt gegebenen Geschäftszahlen entsprechen im Wesentlichen den vorläufigen vom 9. Mai 2005. Allerdings traut sich der Kölner Telekomdienstleister beim Umsatz noch etwas mehr zu und hob die Prognose leicht an.

Von Stefan Eichner

QSC schreibt nach wie vor rote Zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Fehlbetrag von minus 5,5 Millionen Euro auf 5,1 Millionen gesunken. Beim Umsatz konnten die Kölner eine deutliche Steigerung verbuchen: 41,5 Millionen Euro stehen zum ersten Quartal in den Büchern, in der vergleichbaren Vorjahresperiode waren es lediglich 32,2 Millionen.

Deutlicher Zuwachs bei den "Großen"

Das Lösungsgeschäft mit Großkunden entwickelte sich hervorragend. Der Umsatz stieg hier um 75 Prozent auf 12,6 Millionen Euro. Somit ist das traditionell margenstärkste Segment nun auch das umsatzstärkste bei QSC geworden. Allerdings gehen mit dieser Steigerung auch höhere Netzwerkaufwendungen einher: 31 Millionen Euro investierte QSC im Q1, nach 25,4 Millionen Euro in den ersten drei Monaten 2004. Auch im Vertrieb legt QSC eine Schippe drauf. So wurden seit Jahresbeginn 40 neue Mitarbeiter eingestellt, um sowohl im Großkundengeschäft, aber auch bei mittelständischen Unternehmen weiter zu wachsen.

Breitere Aufstellung durch celox-Übernahme

Im ersten Quartal 2005 forcierte QSC nach eigenen Angaben den Ausbau der eigenen Infrastruktur und verdoppelte hier die Investitionen auf 3,8 Millionen Euro. Neue Städte wurden an das eigene DSL-Netz angeschlossen, dass darüber hinaus zu einem Voice over IP-fähigen "Next Generation Network" aufgerüstet wurde. Einen großen Sprung machte QSC zudem mit der Übernahme der Bonner celox Telekommunikationsdienste GmbH. Diese ist nach Aussage von QSC mittlerweile in mehr als 100 Städten mit einer eigenen Infrastruktur präsent. Die Weichen für ein weiterhin dynamisches Wachstum sind also gestellt.

Umsatzprognose leicht angehoben

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung und der erfolgreichen celox-Übernahme hat QSC seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr bestätigt. Die Kölner erwarten einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von vier bis acht Millionen Euro sowie einen operativen Cashflow von mindestens zehn Millionen. Der Umsatz soll hingegen noch etwas besser ausfallen als noch Anfang Mai prognostiziert - nach 175 Millionen Euro (+20% gegenüber 2004) werde man nun mindestens 183 Millionen Euro erreichen (+25% im Vergleich zum Vorjahr).

Die Aktie von QSC fällt bis 10 Uhr leicht um 0,8 Prozent auf 3,73 Euro.

 

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