QSC
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

QSC: Heißes Gerücht, lauwarm serviert

Der Finanzinvestor KKR soll am Kölner ITK-Spezialisten QSC interessiert sein. Das berichtet der "Platow Brief" in seiner jüngsten Ausgabe. Die Reaktion der Anleger fällt verhalten aus - aus gutem Grund.

Die Aktie von QSC verteuert sich um 4,3 Prozent auf 2,04 Euro. Wie der "Platow Brief" berichtet, soll KKR ein Auge auf das im TecDAX gelistete Unternehmen geworfen haben. Zur Begründung heißt es, der Finanzinvestor könnte mit einem Zukauf versuchen seine Tochter Versatel zu stärken. QSC hatte Anfang August durchwachsene Geschäftszahlen gemeldet, vor allem beim Ergebnis die Anleger enttäuscht.

Geringe Wahrscheinlichkeit

Dass die Reaktion der Anleger auf die News verhalten ausfällt - Gerüchte in dieser Art treiben die Kurse gerne auch einmal im deutlich zweistelligen Prozentbereich in die Höhe -, hängt auch damit zusammen, dass man einem Deal selbst beim "Platow Brief" wohl keine allzu großen Chancen einräumt.

Als größte Hürde gilt dabei das fehlende Interesse des QSC-Managements an einem neuen Großinvestor. Die beiden Firmengründer, Gerd Eickers und Dr. Bernd Schlobohm, halten jeweils knapp über zehn Prozent der Unternehmensanteile, die Baker Capital Group 18,5 Prozent. Der Streubesitz beläuft sich (Stichtag: 31.7.) auf 61,35 Prozent.

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