Qiagen
- Michel Doepke - Volontär

Qiagen unter Druck: Rückschlag im Patentstreit

Am späten Freitagabend erreichten schlechte Nachrichten aus den USA die Biotech-Firma Qiagen: Im laufenden Patentstreit mit Illumina im Bereich Next-Generation-Sequencing wurde der einstweiligen Verfügung stattgegeben. In der Spitze verlieren die Papiere im schwachen Gesamtmarkt heute sechs Prozent – dennoch bleiben die Analysten optimistisch für den TecDAX-Titel.

Illumina im Vorteil

Ein Bezirksgericht aus Kalifornien gab dem Antrag des US-Konkurrenten Illumina auf einstweilige Verfügung gegen das Biotech-Unternehmen Qiagen statt. Das Qiagen-Management zeigt sich enttäuscht und beabsichtigt, die patentrechtliche Position in den USA zu verteidigen. Bereits am Samstag kommentierte CEO Peer M. Schatz die Entscheidung des Gerichtes: „Der Fall betrifft auch nur die USA, so dass Kunden in allen anderen Regionen der Welt weiterhin das GeneReader NGS-System erwerben und nutzen können.“, so Schatz. Nun versucht das Management beim Bundesberufungsgericht den Ausgang anzufechten. Dennoch bleiben erste Analysten weiterhin optimistisch für Qiagen.

Berenberg: „Buy“

Trotz der schlechten Nachrichten erhöht die Privatbank Berenberg das Kursziel für die Papiere von Qiagen von 23,00 auf 24,50 Euro. Der Analyst Scott Bardo prognostiziert ein beschleunigtes Gewinnwachstum bis 2020 und verweist auf das Aktienrückkaufprogramm, welches ebenfalls positiv für die Chartentwicklung sei. Bereits letzte Woche blieb Commerzbank-Analyst Daniel Wendorff optimistisch. Rücksetzer sieht er als Kaufchance.

Dabei bleiben

Im Juni hatte DER AKTIONÄR die Qiagen-Aktie zum Kauf bei 18,51 Euro empfohlen. Anleger, die der Empfehlung gefolgt sind, bleiben dabei. Die 200-Tage-Linie verläuft derzeit bei 21,00 Euro – Neueinsteiger sollten vorerst einen Test der Signallinie beziehungsweise eine Bodenbildung abwarten.


 

Börsenerfolg mit der Keynes-Methode
 

Autor: John F. Wasik
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