Qiagen
- Marion Schlegel - Redakteurin

Qiagen-Aktie: Commerzbank mit Buy-Rating – das sagen die anderen

Das Biotechnologie-Unternehmen Qiagen sieht sich nach einem guten zweiten Quartal weiterhin auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Dank der kräftigen Nachfrage nach Analysegeräten und Tuberkulose-Tests legte das Unternehmen bei Umsatz und Gewinn zu. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn stieg um neun Prozent auf 60,9 Millionen Dollar (45 Millionen Euro), wie das auf Laborgeräte und Tests zum Nachweis von Krankheiten spezialisierte TecDAX-Schwergewicht in der vergangenen Woche mitteilte. Der Umsatz legte bereinigt um Übernahmeeffekte um fünf Prozent auf 331,2 Millionen Dollar zu. Damit traf Qiagen die Erwartungen der Experten. Vorstandschef Peer Schatz bestätigte zudem die Prognose. Demnach sollen Umsatz und Gewinn im laufenden Jahr steigen. Außerdem kündigte er ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über 100 Millionen Dollar an.

Geteilter Meinung
Nach Veröffentlichung der Zahlen meldeten sich auch zahlreiche Analysten zu Wort, die Einschätzung hätte unterschiedlicher aber nicht sein können. Während die Commerzbank und die Privatbank Berenberg die Aktie von Qiagen auf „Buy“ belassen haben, hat das Analysehaus S&P Capital IG seine Einschätzung auf „Hold“ reduziert, allerdings das Kursziel von 19 auf 20 Euro angehoben. Auch Warburg Research sieht Qiagen lediglich als Halteposition. Analyst Ulrich Huwald sieht das Wachstum eher mau und deswegen keinen Grund für nennenswert steigende Schätzungen. Sogar mit „Verkaufen“ bewertet die DZ Bank das Qiagen-Papier. Dem Analysten Sven Kürten fehlen die Überraschungen.

Investiert bleiben
DER AKTIONÄR sieht die Aktie von Qiagen aber klar als Kaufchance. Sicher – die Überraschungen fehlten tatsächlich, Qiagen hat sich in den vergangenen Jahren aber bestens aufgestellt, um in Zukunft kräftig durchstarten zu können. Aus charttechnischer Sicht ist dem Papier zuletzt der Sprung über die Marke von 18 Euro gelungen, im Zuge der Korrektur an den Märkten ist die Aktie aber auf das Ausbruchsniveau zurückgekehrt. Ein Grund zur Panik ist dies keinesfalls, Anleger bleiben weiter mit einem Stopp bei 13,70 Euro investiert.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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