Q-Cells
- Alfred Maydorn - Redakteur

Q-Cells: Goldman Sachs stockt Anteil auf – was steckt dahinter?

Die Aktie von Q-Cells befindet sich weiter im Tiefflug und kostet mittlerweile nur noch 0,064 Euro. Zur allgemeinen Überraschung wurde jetzt bekannt, dass die Investmentbank Goldman Sachs mittlerweile über fünf Prozent der ausstehenden Aktien hält. Was steckt dahinter?

Am Dienstagnachmittag wurde bekannt, dass die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs den mitteilungspflichtigen Stimmrechtsanteil von 5,0 Prozent überschritten hat undper 3. September exakt 5,486 Prozent oder insgesamt 9,67 Millionen Aktien an Q-Cells hielt.

Geringfügige Veränderung

Besondere Bedeutung dürfte dieser Meldung allerdings nicht zuzumessen sein. Vor einem Monat wurde die Unterschreitung der 5-Prozent-Hürde gemeldet. Goldman Sachs hielt per 25. Juli 4,647 Prozent der Q-Cells-Aktien, also nur geringfügig weniger Aktien als jetzt. Zudem könnte hinter der Aufstockung der Anteile auch das Eindecken von Shortpositionen stecken. 

Pflichtmitteilung - mehr nicht

Nach deutschem Aktienrecht muss aber jeder Unter- oder Überschreitung der 5-Prozent-Schwelle gemeldet werden, es handelt sich also um eine Pflichtmitteilung. Es ist nicht zu erwarten, dass Goldman Interesse an einer mittlerweile fast leeren Aktienhülle hat, die mit noch rund elf Millionen Euro zudem vergleichsweise hoch bewertet ist. 

Kursziel 0,01 Euro

Bis zum endgültigen Delisting im Frühjahr 2013 ist bei Q-Cells zwar immer wieder mit zwischenzeitlichen Kurssprüngen zu rechnen, eine nachhaltige Erholung des Kurses ist indes ausgesprochen unwahrscheinlich. Der Kurs dürfte sich an den Börsenwert vergleichbarere Unternehmen annähern - dieser liegt bei rund einer Million Euro, was weniger als 0,01 Euro pro Q-Cells-Aktie entspricht.

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