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Puma – Geschmeidiger Ausblick

Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller Puma rechnet für 2005 mit einem weiteren Rekordjahr, dennoch werden die Aktien im Branchenvergleich mit einem Abschlag gehandelt.

Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller Puma rechnet für 2005 mit einem weiteren Rekordjahr, dennoch werden die Aktien im Branchenvergleich mit einem Abschlag gehandelt.

Von Martin Weiß

Puma-Vorstandschef Jochen Zeitz nannte die Ziele für das laufende Geschäftsjahr auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Herzogenaurach. Die Anteilseigner entscheiden auf dem Treffen unter anderem über den Einsatz eigener Aktien als Akquisitionswährung. Puma (WKN 696 960) hatte erstmals Anfang Februar Übernahmen nicht mehr ausschließen wollen.

Aktien stürmen an die Spitze

An der Börse werden die Nachrichten von den Anlegern freundlich aufgenommen. Puma steigt bis 14.30 Uhr in Frankfurt um 3,5% auf 193,65 Euro und führt damit die Liste der Kursgewinner deutlich an. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund fünf Prozent an Wert verloren, nachdem die Titel 2004 mit einem Plus von 43% zu den Top-Performern im MDAX zählten. Charttechnisch hat Puma den seit Oktober 2004 gültigen Abwärtstrend nun nach oben durchbrochen und das eröffnet weiteres Potenzial bis in den Bereich um 210 Euro.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Die Aktien haben mittelfristig das Zeug dazu, das Rekordhoch bei 221,50 Euro zu überwinden, zumal Vorstandschef Zeitz optimistisch in die Zukunft blickt. Der CEO verweist insbesondere auf die Zuwächse beim Auftragsbestand (800 Millionen Euro) Ende 2004 - es war der neunte Anstieg in Folge. Gerne hören werden die Anleger auch, dass Puma Phase III der Unternehmensentwicklung noch 2005 und somit ein Jahr früher als geplant umsetzen wird. Die vierte Phase soll dann im WM-Jahr 2006 abgeschlossen werden.

Im Branchenvergleich günstig bewertet

Fazit: Fundamental betrachtet sind die Aktien von Puma noch nicht zu teuer. Auf Basis der Gewinnschätzung von 17,12 Euro pro Aktie 2005 errechnet sich ein KGV von knapp über 11. Zum Vergleich: adidas-Salomon weist ein Gewinnvielfaches für das laufende Jahr von 14 auf, der Branchenriese Nike sogar eines von gut 18.

 

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