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Pulsion übertrifft die Prognosen

Nach besser als erwarteten vorläufigen Zahlen legt die Aktie von Pulsion nach den Turbulenzen der vergangenen Tage wieder zu.

Nach besser als erwarteten vorläufigen Zahlen legt die Aktie von Pulsion nach den Turbulenzen der vergangenen Tage wieder zu.

Von Werner Sperber

Die Pulsion Medical Systems AG meldet für das Geschäftsjahr 2004 einen Umsatzsprung um 19 Prozent auf 16,3 Millionen Euro. Das Unternehmen, das auf medizinische Diagnose- und Therapiesysteme spezialisiert ist, meldet weiter, dass die Erlöse, bereinigt um einmalige Lizenzverkäufe, sogar um 22 Prozent gestiegen sind. Das EBIT verbesserte sich von minus 0,4 auf plus 1,2 Millionen Euro. Das ist noch einmal besser als die bereits nach oben korrigierte Prognose von 1 Million Euro. Der operative Cash Flow legte um 165 Prozent auf 2,2 Millionen Euro zu und die liquiden Mittel beliefen sich zum Jahresende 2004 auf 4,5 Mio.

Ziele werden leichter erreicht

Finanz-Vorstand Stefan Land sagt: "Das vergangene Jahr hat deutlich gezeigt was unser Geschäftsmodell leisten kann. Wir verfügen nun über eine profitable Basis mit stabilem Cashflow, die das Verfolgen unserer ehrgeizigen Ziele deutlich erleichtern wird." Den vollständigen Konzernabschluss will Pulsion am 22. März 2005 veröffentlichen.

Der Kurs steigt

Damit legt die Aktie heute um 11.20 Uhr wieder um 2,4 Prozent auf 5,14 Euro zu, nachdem sie am gestrigen Montag von 5,40 Euro bis auf 4,90 Euro nachgab. Der Grund für diesen Rücksetzer war die Meldung vom Samstag, dass der Vorstandsvorsitzende Dr. Pfeiffer am 15. März seinen Rücktritt eingereicht hat, weil er sich nicht mit dem Aufsichtsrat über eine Verlängerung seines Vertrages einigen konnte. Die Geschäfte werden nun von den Vorständen Matthias Bohn und Stefan Land gemeinsam geführt.

Vorsprung ausgebaut

Am weiterführenden Erfolg des Unternehmens besteht für das Management kein Zweifel, zumal Pulsion seinen Technologievorsprung eigenen Angaben zufolge mit den erweiterten Funktionen für die PiCCO-Technologie ausgebaut hat. Dieser Standard beim hämodynamischen Monitoring quantifiziert nun nämlich zusätzlich anormalen Kurzschluss-Blutfluss zwischen rechtem und linkem Herzen. Eine solche potentiell offene Verbindung zwischen rechtem und linkem Herzen findet sich zudem wesentlich öfter, als vielen Ärzten bekannt ist, meldet Pulsion am 18. März weiter.

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