ProSiebenSat.1
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ProSiebenSat.1 Media und RTL Group auf Tauchstation: Das ist der Grund

Die Aktien von ProSiebenSat.1 und RTL Group befinden sich im Rückwärtsgang, taumeln gen Süden, verlieren an Wert. Einmal mehr bringt ein Kommentar die Papiere der beiden Sendergruppen unter Druck. Es geht um Werbeerlöse, um die Konkurrenz durch Streaming-Anbieter wie Netflix und um sinkende Erwartungen. Bleibt es dabei, trübt sich das Bild für die Unternehmen weiter ein. 

Die Aktie der ProSiebenSat.1 Media sind am Mittwoch auf den letzten Platz im MDax gerutscht. Gegen Mittag fielen sie um 2,22 Prozent auf 15,40 Euro, was sie wieder in Richtung des Januar-Tiefs beförderte. Zu Jahresbeginn waren sie erstmals seit sieben Jahren wieder kurz unter 14 Euro zu haben, auf eine zwischenzeitliche Erholung folgen nun aber wieder Rückschläge. Dazu bei trug am Mittwoch eine kritische Analystenstimme der Schweizer Großbank UBS. 

Richard Eary von der UBS sorgt sich in einer aktuellen Studie um die Netto-Werbeerlöse des Medienkonzerns und ihre Folgen. Der Experte kürzte seine Gewinnschätzungen je Aktie bis 2021 um bis zu 6 Prozent und das Kursziel von 18,45 auf 16 Euro. Er glaubt außerdem, dass die mittelfristigen Ziele von ProSiebenSat.1 zu ambitioniert sind. Diese basierten auf Zukäufen, denen aber die schon ausgereizte Bilanz im Weg stehe. Weil die Aktie viel Negatives schon eingepreist habe, blieb Eary mit seinem Votum auf "Neutral".

Auch die Aktie von RTL hat Eary betrachtet. Und das Kursziel von 53 auf 47,80 Euro gesenkt, die Einstufung bei "Neutral" belassen. Die Begründung ließt sich ähnlich wie jene zu ProSiebenSat.1. Bei RTL könnten die Nettowerbeerlöse im vierten Quartal 2018 um 7,5 Prozent sinken, was der stärkste Rückgang im Sektor wäre. 

Mit Material von dpa-AFX

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