ProSiebenSat.1
- Nikolas Kessler - Volontär

ProSiebenSat.1 vor den Zahlen – was erwartet die Anleger?

ProSiebenSat.1 wird am morgigen Donnerstag den Geschäftsbericht für das Jahr 2015 vorlegen. Trotz des Abschieds von Star-Moderator Stefan Raab dürften die Münchner erneut kräftig gewachsen sein.

Vor allem das Digitalgeschäft dürfte im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder einmal der größte Wachstumstreiber für ProSiebenSat.1 gewesen sein. Bereits in den ersten drei Quartalen hatten Plattformen wie billiger-mietwagen.de oder weg.de sowie die diversen Online-Shops knapp ein Viertel zum Konzernumsatz beigetragen. Zudem hätten die jüngsten Zukäufe, beispielsweise das Vergleichsportal Verivox oder die Flugreiseplattform Etraveli, die Profitabilität weiter angekurbelt, so ein Börsianer.

Entsprechend rechnen die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten im Schnitt mit einem Umsatzplus von 12,5 Prozent auf 3,23 Milliarden Euro. Das Unternehmen selbst hatte sein Umsatz-Ziel Ende Oktober auf einen niedrigen zweistelligen Zuwachs hochgeschraubt. Beim Ausblick auf den Gewinn war ProSiebenSat.1 dagegen bis zuletzt vorsichtig geblieben. Die eigenen Ziele – ein Wachstum bei den um Sondereffekte bereinigten Werten für operativen Gewinn und Konzernergebnis – dürften aber locker erreicht worden sein.

Steigt die Dividende?

Auch unter dem Strich dürften die Gewinne kräftig wachsen – entsprechend können sich die Anleger Hoffnung auf eine höhere Dividende machen: Die Analysten rechnen durchschnittlich mit einem Plus von 21 Cent auf 1,81 Euro pro Aktie. Dies würde einer Dividendenrendite von knapp vier Prozent entsprechen.

Aktie auf dem Sprung

Nachdem die ProSieben-Aktie Ende November bei 50,93 Euro ein neues Allzeithoch markiert hatte, fiel sie im schwachen Gesamtmarkt bis unter die 41-Euro-Marke zurück. Zuletzt konnte sich der MDAX-Titel aber wieder erholen. Nun gilt es, den Widerstand im Bereich von 46 Euro nachhaltig zurückzuerobern.

Für Impulse könnte neben den Zahlen auch der Aufstieg in den DAX am bringen, dessen Bekanntgabe für den 3. März erwartet wird. Investierte Anleger bleiben dabei.

(Mit Material von dpa-AFX)

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