ProSiebenSat.1
- Jonas Groß - Volontär

ProSiebenSat.1 weiterhin im Wachstumsmodus – jetzt einsteigen?

Die ProSiebenSat.1-Aktie hatte sich zu Jahresbeginn in einem schwachen Gesamtmarkt wacker gehalten. Doch nun ging es auch für das Papier des Medienkonzerns nach unten. Die 200-Tage-Linie wurde nach unten durchbrochen. Der Grund für den Kursrückgang waren neben der schlechten allgemeinen Börsenstimmung negative Analystenstimmen.

Teure Bewertung

So hat die Schweizer Großbank UBS die ProSiebenSat.1-Aktie mit einem Kursziel von 40 Euro und einem Verkaufsvotum in die Bewertung aufgenommen. Europäische Fernsehunternehmen seien insgesamt nicht gerade überzeugend bewertet, sodass Anleger selektiv vorgehen sollten, schrieb Analyst Richard Eary. Der strukturelle Druck nehme zu. Bei den Aktien südeuropäischer TV-Konzerne rät er zum Kauf, bei nordeuropäischen eher zum Verkauf. ProSiebenSat.1 zählt er inzwischen zu den unattraktivsten Werten.

ProSieben nicht der Branchenfavorit

Auch die amerikanische Großbank JP Morgan nahm die Aktie von ProSiebenSat.1 nochmals unter die Lupe. Analyst Marcus Diebel korrigierte die Empfehlung von „Kaufen“ auf „Halten“ nach unten. Der Experte sieht das Papier bei 51,60 Euro fair bewertet. Das vorherige Kursziel lag bei 52,10 Euro. Diebel traut Medienwerten eine überdurchschnittliche Entwicklung zu. Eine sorgfältige Auswahl der Favoriten sei aber wichtiger denn je. Dazu zählt er ProSiebenSat.1 derzeit allerdings nicht.

 

Nach Bodenbildung einsteigen

DER AKTIONÄR ist weiterhin vom Potenzial der ProSieben.Sat.1-Aktie überzeugt. Der Konzern befindet sich weiterhin im Wachstumsmodus. Analysten erwarten für die Quartalszahlen, die Ende Februar veröffentlich werden, Umsätze von 1,1 Milliarden Euro. Somit würde der Medienkonzern auf Quartalssicht erstmals die Eine-Milliarden-Euro-Marke knacken. In den vergangenen vier Quartalen wurden die Umsatz- und Gewinnprognosen der Experten stets übertroffen. Anleger steigen nach einer Bodenbildung ein und setzen auf positive Überraschungen bei den Zahlen. Investierte Anleger behalten den Stopp bei 39 Euro im Auge. Das Kursziel liegt bei 65 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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